Vollkaskoversicherung bezahlt nicht – Unfallort verlassen

Wenn der Unfallort verlassen wird, bevor die Polizei anwesend ist und den Unfall aufgenommen hat, muss die Vollkaskoversicherung den Schaden nicht bezahlen.

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Wer sein neues oder gebrauchtes Auto über eine Vollkaskoversicherung versichert, sollte wisse dass er bei einem Unfall den Unfallort erst dann verlassen sollte, wenn die Polizei da war und den Unfall aufgenommen hat.

Unfallort verlassen

Wenn der Unfallort verlassen wird ohne auf die Polizei zu warten, kann die Vollkaskoversicherung die Zahlung des Schadens verweigern, so das Oberlandesgericht Saarbrücken Az. 5 U 424/08. Folgendes war geschehen: Ein Mann hatte mit seinem Auto nachts eine Gartenmauer gerammt und ist einfach nach Hause gegangen, bevor die Polizei da war. Die Vollkaskoversicherung weigerte sich deshalb den Schaden am Fahrzeug des Mannes zu übernehmen. Selbst wenn er das Auto mit den Papieren am Unfallort lässt, kann die Vollkaskoversicherung die Zahlung des Schadens verweigern, aus gutem Grund.

Unfallverursacher muss vor Ort bleiben

Der Mann könnte unter Alkohol gefahren sein, was die Polizei nach dem Unfall nur feststellen kann, wenn der Unfallverursacher am Unfallort bleibt, bis die Polizei anwesend ist und den Schaden aufnimmt. Wird festgestellt dass der Mann betrunken die Gartenmauer gerammt hat, verliert er seinen Kaskoschutz und auch die KFZ Haftpflichtversicherung kann nach einem Unfall das geld zurückverlangen, dass an die geschädigten ausbezahlt wurde.

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