Viel bleibt nach Abzug der KV von der Rente nicht übrig

Krankenversichert im Rentenalter. Viel bleibt da oft nicht übrig. Auch für die Senioren, die gesetzlich krankenversichert sind.

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Sie war ihr Leben lang Hausfrau und Mutter. Sie hat ihre Kinder groß gezogen, ihrem Mann den Rücken gestärkt, Haushalt und Alltag verantwortungsvoll und engagiert gemanagt. Viele sagen jetzt: „Naja, aber gearbeitet hat sie ja so gut wie nie!“ Frech eigentlich, denn der Job der Hausfrau und Mutter ist einer der anspruchsvollsten und zeitaufwändigsten überhaupt.

Zu viel zum Sterben

Und ja, entlohnt worden in barer Münze ist sie für ihre Dienste nie. Sieht man mal von ihrer kurzen Berufstätigkeit in jungen Jahren ab. Und das zeigt sich jetzt auch bei der Rente. Denn lebenslang kostenlos familienversichert, muss sie nun plötzlich für die Krankenkasse zahlen Wer nicht viel Rente erhält, für den werden im Rentenalter die Krankenversicherungsbeiträge oft zum Zünglein an der Waage zwischen satt essen und hungern. Denn schon ab 365 Euro werden die Beiträge fällig; drunter kann Frau familienversichert bleiben. Aber schon bei z. B. 370 Euro Rente belaufen sich die GKV-Kosten auf derzeit 143 Euro. Was übrig bleibt, ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig.

Rentenkasse beteiligt sich

So sieht man, auch wenn man keine teure Privatversicherung hat, sondern einfach nur gesetzlich versichert ist, kann die Absicherung im Krankheitsfall die Haushaltskasse stark belasten. Dennoch ist die gesetzliche Versicherung für viele Rentner ein Glücksfall. Denn die Beiträge sind meist zumindest überschaubar. Wer gesetzlich versichert sein möchte, muss schon vor dem Rentenantrag entweder ein pflicht- oder freiwilligversichertes Mitglied in der GKV gewesen sein. Ab Januar 2011 werden dann für den Rentner wie für alle anderen gesetzlich Versicherten auch 15,5 Prozent KV-Beitrag fällig. Allerdings übernimmt die Rentenkasse davon einen Anteil.


Aktueller Beitrag

Derzeit beläuft sich der Gesamtbeitrag auf 14,9 Prozent vom gesetzlichen Renteneinkommen. Davon zahlt die Rentenkasse sieben Prozent, den Rest von 7,9 Prozent muss der Rentner selbst aufbringen. Wer zusätzliche Renteneinnahmen z. B. aus einer privaten Altersvorsorge bekommt, muss für diese den vollen Beitragssatz selbst leisten.

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