Verzögerung bei Pflegestufen-Feststellung wird bestraft

Hat man den Antrag auf Feststellung der Pflegestufe erstmal gestellt, geht meist eine ganze Zeit ins Land, bis die zuständigen Pflegekassen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen in die Puschen kommen. Das soll sich jetzt ändern. Die Regierung droht mit Strafmaßnahmen für die Kassen.

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Wenn zwei das Gleiche tun ist es noch lange nicht das Selbe. Das gilt nicht nur in unserer Kindheit, sondern auch im Erwachsenenleben. Vor allem dann, wenn man sich an irgendein Amt zwecks Unterstützung wendet. Dann haben die Mitarbeiter der jeweiligen Stelle meist Zeit. Muss man dagegen selbst etwas wie z. B. Unterlagen liefern, muss das am besten schon gestern erledigt sein. So auch bei der Pflegeversicherung. Hat man den Antrag auf Feststellung der Pflegestufe erstmal gestellt, geht meist eine ganze Zeit ins Land, bis die zuständigen Pflegekassen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherungen in die Puschen kommen. Das soll sich jetzt ändern. Strafmaßnahmen werden angedroht.

Wochenlang im Unklaren

Das Alter kommt immer schneller und in der Regel als man denkt. Das ist nicht schön, aber wahr. Was aber wird aus Oma und Opa, wenn sie nicht mehr können wie sie wollen. Nur die wenigsten Angehörigen sind finanziell, psychisch, gesundheitlich oder insgesamt in der Lage, die Pflege für die Alten unserer Gesellschaft zu übernehmen. Und wenn, dann brauchen sie zumindest handfeste oder tatkräftige Unterstützung. Zum Glück gibt es in unserem Staat die gesetzliche Pflegeversicherung, die je nach Pflegestufe – also Bedürftigkeit – finanzielle Hilfe leistet. Leider mahlen die Mühlen hier oft so langsam, dass die Angehörigen oftmals wochen- ja sogar monatelang im Unsicheren bleiben, was die zukünftige Versorgung ihrer Eltern oder Großeltern angeht.

Strafe höher als Pflegegeld

Mit der Reform der Pflegeversicherung soll das jetzt anders werden. In dem Gesetz zur Reform sollen gar Strafzahlungen vorgesehen werden, wenn die verantwortliche Pflege- respektive Krankenkasse nicht zügig – also innerhalb fünf Wochen – über das Ach und Wehe des Betroffenen und seinen Angehörigen entscheidet. Und diesmal scheint es sich nicht um Peanuts zu handeln. Nein, zehn Euro täglich sollen fällig werden, wenn es mal wieder länger dauern sollte. Damit läge die Strafzahlung sogar über dem Pflegegeld, dass in der Pflegestufe eins von der Pflegekasse zu zahlen ist.


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