Vertragserfüllungsbürgschaft – wer sollte eine vorlegen

Wenn man für seinen Hausbau nach dem richtigen Bauunternehmen sucht, sollte man als Auftraggeber besonders viel Wert auf eine gute Absicherung des Bauunternehmens legen. Sollte das Unternehmen wider Erwarten insolvent gehen, kann eine Vertragserfüllungsbürgschaft das Bauvorhaben retten.

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Die Vertragserfüllungsbürgschaft sichert Bauunternehmer, Fertighausanbieter, Bauträger und andere Beteiligte gegen einen finanziellen Schaden ab, falls das beauftragte Bauunternehmen insolvent gehen sollte. Nachfragen sollte man schon bevor man sich für das Bauunternehmen entscheidet. Dabei sollte der Vertragserfüllungsbürge die Bank der Baufirma sein, um kein Risiko einzugehen. Bei anderen Bürgen sollte man prüfen, ob es sich um eine Tochtergesellschaft der Baufirma handelt – denn Banken prüfen die Baufirma, bevor sie sich für sie verbürgt.

Garantierte Fertigstellung des Hauses dank Vertragserfüllungsbürgschaft

Die Vertragserfüllungsbürgschaft tritt ein, wenn ein Schadensersatz wegen Nichterfüllung der vereinbarten Auftragsleistung, Schadensersatz aus Verzug inklusive Vertragsstrafe vorliegt, wenn man Ansprüche anmelden will, weil man der Firma berechtigt kündigen musste, wenn es Bau-Mängelansprüche bis zur Abnahme gibt und eben bei Nichterfüllung des Vertrages wegen der Insolvenz des Auftragnehmers. Da das Bauunternehmen meist in Vorleistung tritt, wird nicht die ganze Höhe des Auftragswertes versichert, sondern 5 bis 20 %. Die Vertragserfüllungsbürgschaft ist aber durch ihre Komplexität für private Bauherren besser mit rechtlicher Beratung zu vereinbaren, um sicher zu gehen, dass sie auch greift, wenn es nötig wird.


Von der Vertragserfüllungsbürgschaft in die Gewährleistungsbürgschaft

Wer den Hausbau gut und ohne weitere Probleme überstanden hat und auch die Abnahme des Hauses gelaufen ist, kann sich mit einer Gewährleistungsbürgschaft gegen eine Insolvenz der Baufirma in der Gewährleistungsfrist absichern. Sie deckt die Mängelbeseitigung innerhalb der vereinbarten Frist ab. Ohne Absicherung sollte man auf gar keinen Fall den Auftrag für ein Haus vergeben. Sollte die Baufirma keine Vertragserfüllungsbürgschaft haben, kann auch eine Baufertigstellungsversicherung in Kombination mit einer Gewährleistungsbürgschaft gewählt werden. Doch in beiden Fällen kann der Bauherr diese Bürgschaft oder Versicherung nicht selbst abschließen. Das muss die Baufirma übernehmen, die diese Kosten in den Vertrag mit einkalkuliert. Eine solche Absicherung spricht allerdings auch für die Baufirma, da zuerst ihre die Vertrauenswürdigkeit und Solvenz überprüft wird.

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