Versorgungslücke nach Entlassung aus Klinik wird geschlossen

Versorgungslücke nach Klinikentlassung wird geschlossen, die Entlassung aus dem Krankenhaus wird zukünftig zielgerechter geplant.

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Viele Klinikpatienten fielen bisher nach einem Krankenhausaufenthalt in eine Versorgungslücke; diese soll 2017 geschlossen werden.

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Entlassmanagement geregelt

Ein Krankenhausaufenthalt ist immer schwierig. In Zeiten von DRGs werden Patienten heute aber schon so früh nach Hause geschickt, dass man sich nur wundern kann. Zumal die Versorgung in der Häuslichkeit dann schon oft abenteuerlich ist. Nun hat das Bundesschiedsamt eine Entscheidung getroffen, die die Versorgung nach einem Krankenhausaufenthalt lückenloser und damit auch besser macht. Zwar besteht der gesetzliche Anspruch für Patienten auf ein strukturiertes Entlassmanagement schon seit vielen Jahren, praktisch umgesetzt hat es bisher aber nur ein Teil der Krankenhäuser.
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Rechtsanspruch der Patienten

„Der Versorgungsbedarf von Patienten richtet sich nicht nach starren Sektoren- oder Abrechnungsgrenzen. Die Entscheidung des Bundesschiedsamtes wird helfen, den Rechtsanspruch der Patienten endlich in allen Krankenhäusern durchzusetzen. Das Bundesschiedsamt hat das richtige Maß gefunden zwischen verbindlichen Ablaufstandards in den Kliniken und Handlungsspielräumen. Gewinner sind die Patienten. Ihre Entlassung aus dem Krankenhaus wird künftig zielgerichteter geplant, damit der Übergang von der Klinik zum weiterbehandelnden Arzt oder zur nächsten Versorgungseinrichtung reibungsloser klappt“, so Johann-Magnus v. Stackelberg, stv. Vorstandsvorsitzender des GKV-Spitzenverbandes.

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Verbindliche Standards für Kliniken

Klar geregelte Verantwortlichkeiten und verbindliche Standards sind zukünftig für die Patienten auf den Internetseiten der Kliniken nachzulesen. Ab Sommer 2017 werden die Kliniken nach diesen Vorgaben arbeiten. Je nach individuellen Erfordernissen erhalten Patienten, die aus der voll- oder teilstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen werden, z. B. verbindliche Entlassbriefe und ein Medikationspläne. Außerdem kann der Krankenhausarzt bei Bedarf Arzneimittel, Verband-, Heil- und Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege und Soziotherapie für einen Zeitraum von bis zu sieben Tagen verordnen. Für diesen begrenzten Zeitraum können Krankenhausärzte dann auch eine Arbeitsunfähigkeit feststellen. Die Krankenhäuser sind nach den neuen Rahmenvorgaben verpflichtet, die im Entlassplan festgestellten erforderlichen Maßnahmen frühestmöglich einzuleiten. Dazu gehört die Überleitung in die häusliche Umgebung oder eine weiterversorgende Einrichtung an. Gegebenenfalls nimmt die Klinik auch Kontakt zu Kranken- oder Pflegekasse auf und organisiert so den Übergang des Patienten in die nachfolgende Versorgung gemeinsam. Diese koordinierende Serviceleistung setzt immer das Einverständnis des Patienten voraus, welches schriftlich vorliegen muss.

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