Versicherungswirtschaft will Billiglohngruppe
Die Gewerkschaft Verdie hat die Verhandlungen mit der Versicherungswirtschaft begonnen. Die Liste von Forderungen der Arbeitgeber beinhaltet unter anderem auch eine Billiglohngruppe.
Die Tarifverhandlungen für 220.000 Beschäftigte begann mit einem Forderungskatalog der Arbeitgeber, die sogar eine Billiglohngruppe wollen, die etwa 30 Prozent unter der ersten Tarifstufe liegt.
Auch die Ausweitung der Samstagsarbeit und der Wegfall des Sonderkündigungsschutz für über 55 jährige steht auf der Forderungsliste der Arbeitgeber.
Die Gewerkschaft Verdi verlangt dagegen einer Anhebung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 6,5 Prozent rückwirkend zum 1. September 2007.
Die Steigerung um 6,5 Prozent wird begründet mit der doch hervorragenden wirtschaftlichen Situation der Versicherungswirtschaft.
Die Arbeitgeber sehen dies natürlich ganz anders und meinen, das die hohen Abschlüsse in anderen Sparten nicht vergleichbar sind und man sich deshalb auch nicht an denen orientieren sollte. Die Arbeitgeber sehen eher, das sie unter Schwäche des privaten Konsums leiden.
Verdi fordert außerdem ein Kündigungsverbot für Unternehmen mit Gewinnen.
Dies hat wohl sicherlich den Grund, das gerade in der Versicherungsbranche es möglich erscheint, das immer mehr Fusionen stattfinden, die oft auch mit dem Verlust von tausenden Arbeitsplätzen verbunden sind.
Diese Forderung von Verdi dürfte sicherlich deshalb auch kaum eine Chance haben, genauso wie die Forderung nach einer Steigerung der Gehälter um 6,5 Prozent.
Am 23.10.2007 sollen die Verhandlungen fortgesetzt werden.
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