Versicherungsvertreter muss Provisionsabgabeverbot beachten

Ein Versicherungsvertreter darf nicht für die Vermittlung von Sachversicherungen das Provisionsabgabeverbot umgehen.

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Ein gebundener Versicherungsvertreter hat bei seinem Angebot an Hausverwaltern diesen eine Prämie versprochen von bis zu 12.500 Euro, wenn diese ihre Wohngebäudeversicherung, Haus und Grundbesitzerhaftpflicht, Gewässerschadenshaftpflicht und Glasversicherung bei ihm abschließen bzw. die Eigentümergemeinschaft davon überzeugen die oben genannten Versicherungen so abzuschließen.

Wettbewerbszentrale greift ein

Wie auf der Webseite der Wettbewerbszentrale zu lesen ist, hat der Versicherungsvertreter in seinem Angebot unter dem Stichwort *Immogrande* die Vorteile seiner Versicherungen dargestellt und hat dabei den Hausverwaltern ein Aufwandsentschädigung versprochen wenn diese die Eigentümergemeinschaft überzeugen können. Die Aufwandsentschädigung sollte bis zu 25 Prozent der Jahresnettoprämie betragen. Dabei hat er darauf hingewiesen dass bei größeren Wohneinheiten eine Jahresnettoprämie von 50.000 Euro zusammen kommen kann und dann die Provision auch bis zu 12.500 Euro betragen kann.

Wettbewerbswidriges Verhalten

Die Wettbewerbszentrale hat dies beanstandet und diese Form des Incentive als wettbewerbswidrig bezeichnet, weil dabei ein Hausverwalter unsachlich beeinflusst wird. Normalerweise sollte ein Hausverwalter im wesentlichen die Interessen der Eigentümergemeinschaft wahrnehmen und die Versicherungen rundum das Wohngebäude nach Leistung und Höhe des Beitrags bewerten und nicht Versicherungen auswählen weil er dafür eine hohe Prämie bekommt ohne dass die Eigentümergemeinschaft was davon erfährt. Der Versicherungsvertreter hat daraufhin die geforderte strafbewehrte Unterlassungserklärung abgegeben.

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