Versicherungsvermittler Zusage – Versicherungsschutz

Wenn ein Versicherungsvermittler, der bevollmächtigt ist, eine Zusage über die Deckung eines Schadens macht, muss die Versicherung sich an das Wort des Vermittlers halten.

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Wenn ein Versicherungsvermittler beim Kunden die Deckung zusagt, dann muss sich auch die Versicherung an das halten was der Vermittler zugesagt hat. Selbst dann, wenn sich später herausstellt dass der Versicherungsvermittler übereilig eine Deckung zugesagt hat, muss die Versicherung zu dem Wort stehen, welches der Vermittler gegeben hat.

Aktuelles Urteil dazu

Dazu gibt es ein aktuelles Urteil vom Bundesgerichtshof (Az. IV ZR 293/05), der über einen Fall urteilte, bei dem ein Handwerker einen Wasserschaden verursachte. Der Versicherungsvermittler hat gegenüber dem Kunden erklärt, dass der Schaden durch die bestehende Versicherung gedeckt sei. Allerdings hat der Vermittler die Deckung des Schadens zugesagt ohne mit seiner Versicherung Rücksprache zu halten. Später hat sich herausgestellt dass der verursachte Schaden nicht durch den Versicherungsvertrag abgedeckt war.

Versicherung lehnt Schadenszahlung ab

Deshalb lehnte die Versicherung die Bezahlung des Schadens ab, worauf die ganze Sache vor Gericht ging. Der BGH hat nun entschieden dass sich ein Geschädigter auf Zusagen des bevollmächtigten Versicherungsvermittlers oder der Versicherung verlassen kann. Vermittler sollten Vorsicht sein mit Schadenszusagen, denn zum einen gibt es unterschiedliche Vertragsgestaltungen dabei gibt es gerade bei älteren Versicherungsbedingungen oft Ausnahmen, die kaum einer wissen kann. Der Schadensbereich ist auch für Vermittler oft ein Buch mit sieben Siegeln, deshalb immer vor einer Zusage sich die Genehmigung der Schadensabteilung holen. Bei kleinen Schäden brauchen es einige Vermittler allerdings nicht, denn diese Schäden können etliche selber Regeln.

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