Versicherungsschutz gleich und billiger

Dieser Fall zeigt dass Kunden ihre Versicherung, die sie abschließen, genau anschauen sollten und bei Unklarheit nachfragen und sich alles schriftlich bestätigen lassen. In diesem Fall wurde der Kundin gleicher Versicherungsschutz versprochen und die Prämie wird billiger.

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Die Prämie für den Versicherungsschutz billiger machen, wobei der Umfang des Versicherungsschutzes gleich bleibt. So oder ähnlich wird von Versicherungsvertretern versucht an so bezeichnetes Neugeschäft zu kommen. Dass auch der Kunde, der dann weniger für seine Versicherung bezahlt , sich darum kümmern muss ob die Aussage des Versicherungsvertreters so stimmt zeigt das Urteil Oberlandesgericht Koblenz vom 27. Oktober 2006 (Az.: 10 U 1615/05) .

Versicherungswechsel Transportunternehmen

Die Klägerin hat ein Transportunternehmen und wechselte auf die Aussage des Versicherungsvertreters die Versicherung für Ihre Fahrzeuge. Der Versicherungsvertreter versprach eine günstigere Prämie bei gleichem Versicherungsschutz. Die Transportunternehmerin hatte bei ihrer alten Versicherung eine Kasko Extra Versicherung, die plötzlich eintretende Bremsschäden, Bruchschäden sowie Betriebsschäden absichert. Die neue Versicherung beinhaltete diesen Kasko Extraschutz nicht. Wie es nun mal ist, passierte genau da ein kein kleiner Schaden.

Gleicher Versicherungsschutz

Die Unternehmerin ging davon aus den gleichen Versicherungsschutz wie vorher zu haben und war sicherlich überrascht als die Versicherung den Schaden ablehnte, da ihr Vertrag nur eine normale Vollkaskoversicherung hatte. Von Seiten der Versicherung ist dieser Schaden auch nicht ersatzpflichtig dann. Wobei die Versicherung aus dem Gesichtspunkt des Verschuldens bei Vertragsschluss trotzdem haftet, der Versicherungsvertreter hatte es versäumt sich über den bisherigen Versicherungsschutz genauer zu informieren.


Haftung der Gesellschaft

Dadurch ergibt sich wohl auch eine Haftung der Gesellschaft, nur die Unternehmerin trifft eine gehörige Mitschuld, da im Vertrag den sie unterschrieb in keiner Weise hervorging dass der Kasko Schutz vereinbart ist. (welcher Kunde tut dass?) Zudem sagte der Vertreter noch dass es kaum Ahnung vom gewerblichen Geschäft habe( haben viele nicht aber dafür gibt es fast bei jeder Versicherung Spezialisten). So wertete das Gericht die Schuld der Klägerin mit 50 Prozent, was in etwa 30.000 Euro entsprach. Zumindest diese Unternehmerin wird bei Neuabschluss sich alles zukünftig schriftlich bestätigen lassen, so hoffe ich zumindest.

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