Versicherungsbetrug ist Straftat: Es droht Gefängnis

Man könnte meinen, dass Versicherungsbetrug eine Art Volkssport ist. Was viele nicht wissen: Das ist eine Straftat, die sogar mit Gefängnis bestraft werden kann.

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Ganz dumm gelaufen: Da fällt das Tässchen Tee um und schon ist das Labtop ruiniert. Aber, kein Problem, man hat ja haftpflichtversicherte Freunde, die gerne bereit sind, für einen einzuspringen. Schnell meldet der den Schaden der Versicherung und die zahlt dann schon. Was vermeintlich harmlos ist, kostet das Versicherungswesen Jahr für Jahr einen ganzen Batzen Geld. Nicht nur deshalb ist Versicherungsbetrug strafbar.

Nicht zur Bereicherung gedacht

Was jeder weiß: Wer seine Versicherung übervorteilt und dabei erwischt wird, kann auf den Versicherungsschutz natürlich keinen Anspruch mehr erheben. Außerdem wird man in der Regel postwendend die fristlose Versicherungs-Kündigung im Briefkasten finden. Im schlimmsten Fall aber, droht den Betrügern sogar eine Gefängnisstrafe. So ging es jetzt einem beinahe schon als professionell zu bezeichnendem Pärchen, das mit Autounfällen versucht hat, sein Haushaltsbudget zu erhöhen.

20 Jahre lang Versicherung betrogen

Das Vorgehen des Paares war denkbar einfach. Beinahe regelmäßig meldeten sie Unfälle bei ihren Versicherungsgesellschaften. Wechselseitig war dann einmal die Frau, das andere Mal der Mann Unfallverursacher bzw. Geschädigter. 20 Jahre ging ihr Plan auf, bis eines Tages die KFZ-Versicherung stutzig wurde, da die Namen immer wieder in den Unterlagen zur Schadensregulierung auftauchten. Selbstverständlich verweigerte der Versicherer nun die Regulierung des Schadens.


Dreis oder Dummdreist

Dreist, aber wahr: Die Betrügerin klagte gegen die Versicherungsgesellschaft. Dummdreist muss man dann letzten Endes aber sagen: Denn während des Prozesses wurden nun Ermittlungen aufgenommen, die zur Aufklärung des langjährigen Betruges führten. 20 lange Jahre hat das Pärchen offensichtlich vorsätzlich gemeinschaftliche Unfälle verursacht, um sich so an der Versicherung zu bereichern. Dummgelaufen: Während die Frau nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt wurde, musste ihr männlicher Partner tatsächlich im Gefängnis eine Haftstrafe verbüßen.

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