Versicherung Kosten mit Provision ab 2008 offenlegen?

Informationspflichten könnten im Jahr 2008 deutlich verschärft werden. Geplant ist die Offenlegung von Provision und Verwaltungskosten für die Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und die Unfallversicherung. Die Zukunft sähe dann so aus, dass der Kunde bevor er unterschreibt informiert werden muss , was die Versicherung im gesamten kostet, was natürlich die Direktversicherungen bevorteilt.

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Sie wollen wissen was die Kosten sind für die Versicherung die sie abschließen wollen? Dies könnte bald Wirklichkeit werden, denn eine Verschärfung der Informationspflichten wird anscheinend von der Bundesregierung geplant.
Versicherungsvertreter und Makler sollen demnach dem Kunden vor der Unterschrift mitteilen, wie hoch seine Provision und Verwaltungskosten sind.
Bei Abschluss der Riester Rente muss dies schon gemacht werden, allerdings nur mit einer Prozentangabe, die der Kunde nicht immer richtig deuten kann.
Zukünftig ist geplant, dass der Betrag genau genannt werden muss und auch so dass der Kunde es versteht. Dann könnte in Zukunft unter einer Lebensversicherung Police zum Beispiel 2990 Euro Kosten für die Versicherung stehen.
Klar ist dass dann Direktversicherer aufgewertet werden, man stelle sich mal vor, dass bei einer Lebensversicherung einmal 2990 Euro Kosten anfallen bei dem Angebot der Direktversicherung nur 650 Euro.
Dies würde sicher einige Kunden dazu bewegen, die Versicherung beim Direktversicherer abschließen.
Dies ist wohl geplant bei der Lebensversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und der Unfallversicherung.
Die private Krankenversicherung und die Sachversicherungen sollen außen vor bleiben.
Anfang 2008 und dann wohl festgelegt im Versicherungsvertragsgesetz soll es wohl eingeführt werden.

Für die Versicherungsgesellschaften wäre dies ein harter Schlag, denn es ist dann vorstellbar dass deren Geschäft im Personenversicherungsbereich einbricht.
Die Ausklammerung bei der privaten Krankenversicherung kann ich dabei nicht verstehen, da es auch dort große Preisunterschiede gibt. Mir bekannt ist, dass wenn eine private Krankenversicherung abgeschlossen wird, der Vertreter eine Abschlussprovision zwischen 4 und 7 Monatsbeiträgen bekommt, ohne die Pflegepflichtversicherung vom monatlichen Beitrag.
Bei den Sachversicherungen kann es meiner Meinung nach in Ordnung sein, keine Provision auszuweisen. Sobald es nur noch Verträge über 1 Jahr gibt sind die Unterschiede eher geringer. Bei einer Laufzeit über 5 Jahre ist die Provision allerdings die Hälfte der ersten Jahresprämie ohne Steuer.
Sollte alles so kommen wie dies wohl geplant ist, wird es einen Aufruhr sondersgleichen in der Versicherungswirtschaft geben.

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