Verletzung der Aufsichtspflicht grobe Fahrlässigkeit kann Geld kosten

Kindern sollte der Zugang zu Kerzen und Zündhölzern erschwert werden, sonst könnte es bei einem Schaden die Eltern Geld kosten wenn eine Verletzung der Aufsichtspflicht zusammen mit grober Fahrlässigkeit vom Gericht festgestellt wird.

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Wird Eltern eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen und sie sich dabei noch einer groben Fahrlässigkeit schuldig machen, ist es möglich dass sie den Schaden, den das Kind verursacht, hat bezahlen müssen.


Landgericht Bielefeld

So hat das Landgericht Bielefeld Az. 21 S 166/06 Eltern eines knapp 8 jährigen Kindes verurteilt, der mit Teelichtern gezündelt hat und dabei einen Brand in der Wohnung verursacht hat. Die Feuerversicherung des Vermieters bezahlte den Schaden in Höhe von 12.000 Euro an den Vermieter und war der Ansicht sowohl das Kind als auch die Eltern in Regress nehmen zu können. Allerdings sah das Landgericht das zündeln des Kindes als keine grobe Fahrlässigkeit sondern nur die Verpflichtung der Eltern regelmäßig und intensiv das Kind auf die Gefahren hinzuweisen, die beim spielen mit Feuer entstehen können. Auch der Zugang zu den Teelichtern oder anderen Kerzen, die das Kind im Schrank gefunden hatte, sollte genauso erschwert sein wie der Zugang zu Zündhölzern.

Neues VVG Update September 2011

Durch das neue Versicherungsvertragsgesetz müssen Versicherer auch bei grober Fahrlässigkeit bezahlen, allerdings geht es dann nach dem Grad des Verschuldens. Experten gehen davon aus, dass die Versicherer von 0 bis 50 Prozent des Schadens bezahlen werden, wenn grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Allerdings fehlen noch Erfahrungswerte und auch Gerichtsurteile.

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