Verkauf von Krediten rechtswidrig?

Finanzinstitute trennen sich gern von notleidenden Krediten aber inzwischen wohl auch von nicht notleidenen Krediten. Der Verkauf von nicht notleidenden Krediten sieht die VZBV in Einzelfällen als rechtswidrig.

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Es ist ja schon eine Weile bekannt dass Kredit von Finanzinstituten weiterverkauft werden, dass auch Kredite die nicht notleidend sind also immer rechtzeitig zurückbezahlt werden, auch verkauft werden ist noch nicht so bekannt. Genau diese Vorgehensweise hat der Bundesverband der Verbraucherzentralen einigen Finanzinstituten vorgeworfen und die Vorgehen auch rechtswidrig genannt.

Kredite an Investoren verkauft

Laut einer Studie eines Hamburger Instituts für Finanzdienstleistungen wurden Kredite an Investoren verkauft, die immer zurückbezahlt wurden und dies auch noch ohne Zustimmung des Kunden. Die Verbraucherzentrale sieht darin einen Verstoß gegen das Bankgeheimnis und des Datenschutzes. Kreditinstitute haben schon einige Zeit sich von Risiken getrennt, die sie eingegangen sind dabei wurden laut der Studie circa ein Drittel Kredite verkauft die absolut nicht notleidend waren.

Klare Richtlinien gefordert

Nun wird vom Verband gefordert, dass es klare Richtlinien geben muss, was ein notleidender Kredit ist, darüber hinaus fordert der VZBV die Unwirksamkeit von verkauften Krediten die ohne Zustimmung des Kreditnehmers verkauft wurden und nicht notleidend waren. Einige Kreditnehmer haben aber ihre Zustimmung zum Verkauf schon mit dem Darlehensvertrag unterschrieben, zumindest im Kleingedruckten stand dies in einigen Fällen. Das verkaufen von Krediten ist sicherlich für die Kreditnehmer sehr unangenehm, denn dieser weiß dann in der Regel auch nicht an wen der Kredit verkauft wird. Und wie der neue Kreditgeber reagiert, wenn es mal Probleme gibt ist nicht absehbar. Sicherlich wird auch so das Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kreditnehmer nicht besser aber dies scheint so einige Finanzinstitute nicht zu interessieren.

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One thought on “Verkauf von Krediten rechtswidrig?

  1. Kommentar Autor
    Kathy Thedens
    Ein Kommentar

    Der Skandal ist nicht unbedingt der Verkauf von Forderungen an Dritte. Der Skandal ist, dass die Forderungsaufkäufer ohne erneute rechtliche Überprüfung aus der Zwangsvollstreckungsunterwerfung der Kunden SOFORT in das gesamte Vermögen des Darlehensnehmer hinein vollstrecken können, oftmals mit viel höheren Schuldbeträgen als tatsächlich an Schuld bei der Bank oder Sparkasse bestand. Es kann nicht sein, dass ausländische 1Euro-Gesellschaften mehr Rechte in Deutscvhland haben, als die eigenen deutschen Verbraucher!

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