Verbraucherinsolvenz – Forderungen auflisten

Bei einem Antrag auf Verbraucherinsolvenz –müssen alle Forderungen aufgelistet werden, da ansonsten die Restschuldbefreiung versagt werden kann.

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Bei einer Verbraucherinsolvenz muss der Schuldner schon bei der Beantragung der Verbraucherinsolvenz alle Forderungen gegen ihn auflisten.

Keine Forderungen verschweigen

Wenn solche Forderungen verschwiegen werden, ob es nun grob fahrlässig ist oder vorsätzlich, wird dem Verbraucher die Restschuldbefreiung nicht mehr gewährt, laut einem aktuellen Urteil vom Bundesgerichtshof ( Az. IX ZB 63/08 ) vom 02. Juli 2009.

Auch Forderungen die man bestreitet müssen genannt werden

Dabei hat sich der Bundesgerichtshof auf den Wortlaut des Gesetzes § 305 bezogen, nach dem die gegen den Schuldner gerichteten Forderungen zu verzeichnen sind. Dazu gehören natürlich alle Forderungen, selbst diese Forderungen die vom Schuldner gegenüber einem Gläubiger bestritten werden, wobei es schon kenntlich gemacht werden muss dass die Forderung bestritten wird. Das oben genannte Urteil erfolgte auf eine Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens einer Frau im Jahr 2002, dabei wurde eine Forderung des Vermieters nicht genannt, weil diese von der Schuldnerin bestritten wurde. Diese Vorgehensweise wurde ihr als grob fahrlässig ausgelegt und des halb wurde ihr auch die Restschuldbefreiung versagt. Der Bundesgerichtshof lehnt als letzte Instanz die Rechtsbeschwerde der Frau ab.

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