Urin aus dem All

Wie die Bildzeitung heute berichtet, werden in letzter Zeit wieder gefrorene Urin-Klumpen aus Flugzeugen in Deutschland gefunden. Wer aber zahlt, wenn die Eisbomben Schaden an Häusern und Fassaden anrichten? Eigentlich der Verursacher. Und genau deshalb bleiben viele Häuslebesitzer bleiben leider auf den Kosten sitzen.

Lustig gelbe Bildchen im Schnee. Die haben wahrscheinlich kleine oder auch größere Buben in den Schnee gepinkelt. Das ist witzig. Weniger witzig sind die gefrorenen Urin-Klumpen, die, wie die Bildzeitung heute berichtet, in letzter Zeit wieder in Deutschland gefunden werden. Sie fallen aus den Flugzeugen an unserem Himmel. Wer aber zahlt, wenn die Eisbomben Schaden an Häusern und Fassaden anrichten? Eigentlich der Verursacher. Und genau deshalb bleiben viele Häuslebesitzer bleiben leider auf den Kosten sitzen.

Flugzeuge sind schuld

Lecker ist das nicht, wenn im Vorgarten ein großer gelblich-grüner Eisbrocken liegt, der dann im Frühjahr langsam vor sich hin schmilzt. Woher der kommt, der Urin-Bollen? Tatsächlich ist es so, dass der gefrorene Urin aus Flugzeugtoiletten stammt. Und dieses Phänomen ist nicht neu. Nun ist es nicht so, dass die Bordtoiletten während des Fluges entleert werden, dies geschieht in der Regel auf der Erde. Allerdings kann es bei den kalten Temperaturen passieren, dass die Entsorgungsklappe nicht sorgsam abgedichtet ist. Dann tröpfelt das Bord-WC wie die übervolle Windel eines Säuglings. Was rausflutscht friert ein und landet – mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit – auf der Erde.

Spezielle Klausel notwendig

Es ist nun nicht die Regel, dass beim Absturz von Bord-Pipi auf der guten alten Erde was passiert. Aber, hin und wieder geschieht eben doch etwas. Und dann bleiben viele Hausbesitzer auf den Kosten für die Schadensregulierung sitzen. Denn grundsätzlich haftet der Verursacher für Schäden, die er anrichtet. Aber im Hinblick auf den regen Flugverkehr an unserem Himmel ist dieser meist nicht auffindbar. Anders ist das lediglich, wenn nur ein Flieger über der fraglichen Schadensstelle kreiste. Informieren kann man sich immer bei dem nächstgelegenen Flughafen. Eine Möglichkeit ist auch Anzeige gegen Unbekannt zu stellen. Am sichersten für Hausbesitzer aber ist es, eine Gebäudeversicherung zu haben, die eine spezielle Passage zur Übernahme von Schäden durch Luftfahrzeuge ausweist. Dann übernimmt der Versicherer die Reparaturkosten.