Unsicherheit beim Grundbesitz Global der DB Real Estate

Grundbesitz Global und die Deutsche Bank

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Viele Anleger fragen sich was nun aus dem Grundbesitz Global der Deutschen Bank wird. Die Welt schrieb heute morgen, dass Analysten nach der Schließung des Immobilienfond Grundbesitz Invest befürchten, dass auch der Grundbesitz Global geschlossen wird. Für eine Wertberichtigung beim Grundbesitz Global sieht das Management der DB Real Estate keinen Anlass, so eine Sprecherin der DB Real Estate. Eine Wertberichtigung würde bei diesem Immobilienfonds eher nach oben zeigen.

Fonds nicht vergleichbar

Wie die Sprecherin weiter sagte, sind die beiden Fonds absolut nicht vergleichbar, da der Grundbesitz Global zu null Prozent in Deutschland investiert ist. Die Schwerpunkte des Fonds liegen mit je 20 Prozent in Frankreich und England, weitere Investitionen sind in USA, Schweden und Asien. Einen Liquiditätsengpass liegt nicht vor, im Gegenteil liegt die Liquidität mit 27 Prozent über dem Richtwert, was allerdings durch Investitionen unter 20 Prozent gedrückt werden soll, plant das Management. Die Rating Agentur Scope hat aber aufgrund der Querelen um den Grundbesitz Invest nun auch den Grundbesitz Global auf die Beobachtungsliste genommen, mit negativem Ausblick.

Veränderungen im Management

Der Fonds war bislang mit der Note A bewertet. Die Scope Geschäftsführerin geht davon aus, dass die personellen Veränderungen im Management des Fonds und die verstärkte Konzentration auf den Grundbesitz Invest auch für den international ausgerichteten Immobilienfonds keinen normalen Geschäftsverlauf ermöglicht. Fondsanalyst Stefan Loipfinger rät sogar angesichts der Vorkommnisse beim Grundbesitz Invest, auch zum Verkauf der Grundbesitz Global. Nach seiner Meinung besteht auch bei diesem Fond Handlungsbedarf, wie Loipfinger in seinem Fondstelegramm schreibt ist das Portfolio zwar gesund aber ein langfristig erfolgreiches Investment braucht auch ein professionelles Management, was derzeit laut Loipfinger nicht vorhanden ist.

Viel Geld verloren

Er geht sogar davon aus, dass die Deutsche Bank gar keinen offenen Immobilienfonds mehr will. Der Grundbesitz Global hat laut " Der Welt " in den vergangenen Tagen auch rund 500 Millionen verloren. Die aktuelle Bruttoliquidität macht umgerechnet etwa 880 Millionen Euro aus, was aber schnell aufgebraucht sein könnte, so Loipfinger. Loipfinger kritisiert die Aussagen des Aufsichtsratchefs der Deutschen Bank Rolf Breuer, der gegenüber der Financial Times die Aussage machte, dass die Schließung des Grundbesitz Invest ein weiterer Meilenstein auf dem Weg aus der Deutschland AG gewesen sei. Zudem rechne Breuer damit, dass die Anlageform der offenen Immobilienfonds binnen weniger Jahre steuerbegünstigten Immobilien AG weiche. Diese Äußerungen von Rolf Breuer und die unprofessionelle bis fast dilettantische Vorgehensweise des Managements vom Grundbesitz Invest stellen eine Anlage beim Grundbesitz Global in Frage, so Loipfinger

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