Ungesicherte Kinder im Auto senken Versicherungsleistung

Wer sein Kind fehlerhaft oder gar gänzlich ungesichert im Auto beifahren lässt, riskiert Punkte in Flensburg, ein Bußgeld und – im Unfallfall – sogar eine Reduzierung der Versicherungsleistung.

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Früher war alles anders. Kinder verbrachten ihre Nachmittage mehr oder weniger unbeaufsichtigt in Feld, Wald und Flur. Ihre Zimmer waren bunt bestrichen – ob die Farbe gesundheitsverträglich war, wurde gar nicht erst gefragt. Und im Auto saß der Nachwuchs auf dem Rücksitz – meist noch nicht einmal mit einem Sicherheitsgurt gesichert. Man wollte sie ja nicht in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken und sich selbst Prostestgeschrei ersparen. All das ist heute anders. Vor allem im Auto liegt die Entscheidung ob gesichert oder nicht, nicht mehr bei Eltern und Kindern, sondern beim Gesetzgeber.

Bis 12 Jahre und 150 cm

In der Straßenverkehrsordnung heißt es: „Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die amtlich genehmigt und für das Kind geeignet sind…“. Und das ist natürlich sinnvoll. Denn im Falle eines Unfalls sind die Kleinsten unter uns immer massiv gefährdet. Zwar zeigte eine Studie der Versicherer, dass die Zahl der getöteten Kinder im Unfallfall rückläufig ist, die Zahl der dabei schwerverletzten kleinen Unfallopfer aber nicht gleichermaßen zurückgeht.

Es besteht Sicherungspflicht

Umso wichtiger ist es, die Kleinen im Auto richtig zu sichern. Die Wahl eines guten und auch nach den Prüfnormen ECE 44/03 und ECE 44/04 zugelassenen Kindersitzes ist grundsätzlich empfehlenswert. Diese kann man im Fachhandel kaufen. Dort wird man auch – meist – umfangreich beraten. Und nicht nur für die Gesundheit des Kindes ist die richtige Sicherung wichtig. Nachdem wie oben geschrieben in Deutschland – und den meisten anderen europäischen Ländern auch – eine Sicherungspflicht für Kinder besteht, riskiert man un- oder fehlerhaft gesichert ein Bußgeld in Höhe von ca. 40 Euro, Punkte in Flensburg und im Falle eines Unfalls auch den Versicherungsschutz. Denn die KFZ-Haftpflichtversicherer können ihre Leistungspflicht zumindest reduzieren, wenn nachgewiesen werden kann, dass das geschädigte Kind nicht ordnungsgemäß im Wagen gesichert war.

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