Unfallversicherung kein Schutz bei Bewusstseinsstörung

Wenn die Versicherung nicht bezahlt ist dies für den Versicherten immer bitter. In der Unfallversicherung ist es möglich dass zum Beispiel eine Bewusstseinsstörung zu einer Leistungsverweigerung führt. Die Bewusstseinsstörung kann zum einen durch Alkohol aber auch durch einen Schwindelanfall und anderes hervortreten.

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Bei einer Bewusstseinsstörung kann man schnell den Versicherungsschutz in der Unfallversicherung verlieren. Die wohl bekannteste Bewusstseinsstörung ist der übermäßige Alkoholgenuss, der zum Verlust des Versicherungsschutzes in der Unfallversicherung führen kann.

Schwindelanfall auch eine Bewusstseinsstörung

durcheinander

Aber auch ein Schwindelanfall kann dazu führen dass der Versicherungsschutz weg ist. Zu beiden gibt es Urteile, die hier kurz aufgeführt werden.

Bewusstseinsstörung durch Alkohol

Ein Unfall der betrunken verursacht wird, fällt in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Unfallversicherungen unter den Begriff der Geistes und Bewusstseinsstörung, für den ein Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Das OLG Köln hat unter Bezugnahme auf ein Urteil des BGH VersR 2002, 1135 entschieden, dass Trunkenheit dann als Bewusstseinsstörung gilt, wenn wie in diesem Fall eine Blutalkoholkonzentration von 2,67 Promille vorliegt und damit vom Versicherungsschutz ausgeschlossen ist. Wenn am Straßenverkehr teilgenommen wird liegt eine Bewusstseinsstörung vor bei Trunkenheit, die zu einem Leistungsausschluss in der Unfallversicherung führen kann, wie folgt vor:

1.Kraftfahrer bei 1,1 Promille,
2.bei Radfahrer sind es 1,7 Promille
3.bei Fußgänger liegt der Wert bei 2 Promille

Unfallversicherung Bewusstseinsstörung durch Schwindelanfall

Ebenso eine Bewusstseinsstörung kann durch einen Schwindelanfall entstehen, wie nachzulesen im Urteil des Landgerichts Düsseldorf unter AZ: 23 S 137/05.

Dabei wurde eine Schwindelattacke als Bewusstseinsstörung ausgelegt, da die Aufnahmefähigkeit und die Reaktionsfähigkeit durch den Schwindel verursacht wurden.

Der Versicherte ist so nicht im Stande gewesen, den Sicherheitsanforderungen seiner Umwelt zu genügen, als er durch den Schwindelanfall die Treppe hinunterstürzte.

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