Unfallversicherung Abfindungsvereinbarung

Um für den Fall eines Unfalls abgesichert zu sein, schließen viele Deutsche sogenannte Unfallversicherungen ab. Im Falle eines Falles sollte man nicht vorschnell Abfindungsvereinbarungen unterzeichnen. Denn Nachforderungen müssen von den Versicherern nicht geleistet werden.

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Ein Unfall kann dramatische Folgen haben. Finanziell und wirtschaftlich, aber auch persönlich und gesundheitlich. Um hier abgesichert zu sein, schließen viele Deutsche sogenannte Unfallversicherungen ab. Gute Idee! Keine gute Idee ist es allerdings, sich nach einem Unfall vorschnell auf eine Abfindung zu einigen. Denn oftmals kann man eventuelle Folgeschäden kurz nach dem Ereignis noch gar nicht abschätzen. Wer aber im Nachhinein noch Geld fordert, gerät schnell ins Hintertreffen. Denn Nachforderungen müssen von den Versicherern nicht geleistet werden.

Unterschrift

Verzicht- und Abfindungserklärung unterzeichnet

Im vorliegenden Fall verletzte sich ein Mann an der Schulter. Ursächlich hierfür war ein Sturz.

Nach einigem hin und her vereinbarte das Unfallopfer einen Vergleich mit seiner Unfallversicherung und erhielt eine Einmalzahlung von 2.200 Euro.

Tapfer unterschrieb er den Verzicht auf weitere Zahlungen.

Selbst wenn später Folgeschäden auftreten sollten, die zum Zeitpunkt der Vereinbarung noch nicht bekannt sein sollten. Es kam, wie es kommen musste: Das Schultergelenk blieb instabil und der Versicherte war mit dem Abfindungsbetrag nicht mehr zufrieden. Die Versicherung aber schon und verweigerte deshalb eine weitere Zahlung.

Das Gericht war auf Seiten der Versicherung

Es verwundert kaum: Die Angelegenheit wanderte vor das Gericht. Der Versicherte war schlau und focht zu erst einmal die Verzichts- und Abfindungserklärung an.

Schließlich habe er ja nicht gewusst, wie sich das Schultergelenk entwickeln sollte. Deshalb sei seine Nachforderung auch berechtigt.

Das Landes- und darauf folgend auch das Oberlandesgericht sah das anders.
Dies sei nur bei einer ungewöhnlichen und unzumutbaren Härte der Fall. Und diese sahen die Richter hier nicht. Im Gegenteil, selbst im ärztlichen Bericht sei vermerkt worden, dass eine abschließende Beurteilung zu diesem Zeitpunkt noch nicht möglich sei, sondern weitere Diagnosen notwendig würden. Der Kläger scheiterte mit seinem Wunsch (Az.: 4 U 277/11).

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