Unfall mit Mietwagen – grobe Fahrlässigkeit

Unfall mit Mietwagen – grobe Fahrlässigkeit

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Holt man sich einen Mietwagen unterschreibt man einen Vertrag, der ganz schön ins Geld gehen kann, wenn man einen Unfall baut. Baut man mit einem Mietwagen einen Unfall muss bei einer groben Fahrlässigkeit der Mieter oftmals in voller Höhe haften, laut den Klauseln in den Mietwagenverträgen, die aber für viele Gerichte unwirksam ist.

Unangemessen benachteiligt

Durch eine solche pauschale Regelung sind Mieter eines Mietwagens im Vergleich zu Versicherungskunden unangemessen benachteiligt. Bei den Kunden einer Versicherung ist die Regelung bei grober Fahrlässigkeit durch das neue VVG (Versicherungsvertragsgesetz) geändert worden. Bei der Versicherung wird nach einem Unfall und Schaden bei grober Fahrlässigkeit nach Grad des Verschuldens entschieden.

Grad des Verschuldens

So werden Versicherte zwar nicht alles ersetzt bekommen aber es ist schon möglich dass sie nur die Hälfte des Schadens bezahlen müssen. Dass muss dann auch bei Mietverträgen gelten, so einige Gerichtsurteile, wie zum Beispiel das Landgericht Göttingen (Az.: 5 O 118/09) wo ein Fahrer eines Mietwagens nur noch ein Drittel des Schadens bezahlen muss.

Der Mietwagenfahrer ist mit seinem Auto durch eine zu niedrige Unterführung gefahren. Das Landgericht Nürnberg-Fürth (Az.: 8 O 10700/08) hat sogar entschieden dass die Unwirksamkeit dieser Klausel in Mietwagenverträgen dazu führt dass Mieter bei grober Fahrlässigkeit überhaupt nicht haften.

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