Unfall mit Fuchs – Teilkasko bezahlt nicht alles

Ein Ausweichmaöver mit einem Fuchs wird nicht immer von der Teilkasko komplett bezahlt wie dieser Fall zeigt.

Anzeige / Inserat

Bei einem Wildunfall wissen die Autofahrer dass in der Regel die Teilkasko den Schaden übernimmt, nun gibt es ein Urteil gegen eine Autofahrerin, die einem Fuchs ausgewichen ist und dabei einen Unfallverursacht hat.

Unfall mit Fuchs

Eine Autofahrerin war unterwegs und ist dabei einem Fuchs ausgewichen, durch das Ausweichmanöver kam sie von der Fahrbahn ab und verursachte dabei einen großen Schaden an ihrem Fahrzeug. Da die Teilkasko nicht den kompletten Schaden übernehmen wollte, kam der Unfall vor das Landgericht in Trier. Nach dem Urteil Az. 4 O 241/09 muss die Versicherung bzw. die Teilkasko nur 40 Prozent des Schadens bezahlen Der Gesamtschaden lag bei rund 6.800 Euro.

Begründung

Nach der Begründung des Landgerichts Trier sei es grob fahrlässig gewesen dem Fuchs auszuweichen, da die Frau durch das Ausweichmanöver einen schweren Unfall riskiert hätte. Dabei geht es darum ob der Zusammenstoß mit dem Fuchs oder das Ausweichmanöver ein höheres Unfallrisiko darstelle.


Glück durch das neue VVG

Die Autofahrerin hatte Glück dass schon das neue Versicherungsvertragsgesetz greift, denn nach altem Recht hätte Sie bei grober Fahrlässigkeit kein Geld bekommen, erst das neue VVG besagt dass die Versicherung einen Teil der Schuld übernehmen muss. Übrigens hätte die Frau mit einer KFZ Versicherung, die den Verzicht auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit mit eingeschlossen hätte , den kompletten Schaden ersetzt bekommen.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...