Unfall Behinderung – Hilfe Rückkehr Arbeitsplatz

Viele durch eine Behinderung bedingte Einschränkungen bei der Berufausübung können durch Hilfen technischer oder personeller Art häufig soweit ausgeglichen werden, dass Menschen mit Behinderung bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz die gleiche Leistung erbringen können wie nicht behinderte Menschen.

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Wenn berufstätige Menschen durch einen Unfall oder eine Erkrankung eine so schwere Behinderung davon tragen, dass sie ihre bisherige Tätigkeit nicht mehr in gewohnter Weise ausüben können, gibt es die Möglichkeit sich mit dem Arbeitgeber, den Beratern von Integrationsämtern und den Agenturen für Arbeit über die Möglichkeiten des Erhalts des Arbeitsplatzes zu beraten, bevor sich für eine Neuorientierung für einen anderen Berufsbereich entschieden wird. Im Sozialgesetzbuch (SGB IX) ist festgelegt, welche Leistungen zur Teilhabe am Berufsleben gewährt werden:

Kosten Hilfsmittel So gehören dazu die behinderungsgerechte Gestaltung des Arbeitsumfeldes, besonders die Kosten für nichtorthopädische Hilfsmittel und technische Arbeitshilfen, die für die Berufsausübung oder für die Teilnahme einer beruflichen Bildungs-maßnahme erforderlich sind (Leistung an Arbeitnehmer). Des weiteren Arbeitshilfen im Betrieb für eine behinderungsgerechte Ausstattung des Ausbildungs- oder Arbeitsplatzes (Zuschüsse an Arbeitgeber). Bei den Arbeitshilfen im Betrieb kann es sich um bauliche Veränderungen in der Arbeitsstätte handeln, zum Beispiel um Rampen für Rollstuhlfahrer, Verbreiterung von Türen, behindertengerechte Ausstattung von Sanitärräumen, Personenaufzüge etc. – alles Maßnahmen, die dem barrierefreien Zugang für behinderte Menschen dienen.

Technische Arbeitshilfen
Auch technische Arbeitshilfen, die Menschen mit Behinderung bei der täglichen Arbeit unterstützen, sind förderfähig. Dazu gehören unter anderem eine blindengerechte Computerkonfiguration, die Großschriftdarstellung für sehbehinderte Menschen, ein höhenverstellbarer Arbeitstisch und Hebe- und Tragehilfen mit Menschen mit Skeletterkrankungen. Es ist auch möglich, dass Menschen mit einer schweren Behinderung als Hilfe zur Erlangung oder Erhaltung eines Arbeitsplatzes oder bei der Ausführung der Tätigkeit die Kosten einer notwendigen Arbeitsassistenz erstattet bekommen. Als Beispiel kann man hier Vorlesekräfte für Sehbehinderte oder Gebärdensprachdolmetscher für gehörlose Menschen anführen. Bevor es hier jedoch zu einer Genehmigung von Mitteln kommt, müssen die anderen Hilfsmöglichkeiten, wie die behinderungs-gerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes, ausgeschöpft sein. Zuständig für die Gewährung von finanziellen Hilfen für eine Arbeitsassistenz ist das Integrationsamt.

Weitere Unterstützung Eine weitere Unterstützung ist möglich durch die Kraftfahrzeughilfe. Diese wird gewährt, wenn der Mensch mit Behinderung auf die Benutzung eines Kraftfahrzeuges zur Erreichung des Arbeitsplatzes langfristig angewiesen ist. Hier sind Zuschüsse zur Anschaffung eines Kraftfahrzeuges oder einer behindertengerechten Zusatzausstattung möglich. Auch eine Kostenbeteiligung zum Erwerb einer Fahrerlaubnis kann bezuschusst werden. Ebenfalls ist die Übernahme von Beförderungskosten beantragbar.


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