Unbezahlter Urlaub

Definition:  Unbezahlter Urlaub: Auszeit vom Job ohne Entgelt.

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Wieviel Urlaub haben Sie denn in Ihrem Arbeitsvertrag festgeschrieben. 25 Tage, 30? Klar ist, für eine längere Auszeit wie z. B. eine Bildungsreise für mehrere Wochen oder eine monatelange Auszeit reicht der Jahresurlaub eigentlich nie. Eine Möglichkeit trotzdem auf Tour zu gehen, ist der unbezahlte Urlaub.

Ruhender Vertrag Dazu stellt der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter ohne Entgelt für eine bestimmte Dauer frei. Der vereinbarte Arbeitsvertrag ruht. Alle in ihm festgeschriebenen Vereinbarungen gelten weiter. Einen Rechtsanspruch auf unbezahlten Urlaub gibt es nicht. Vor Antritt des unbezahlten Urlaubs sollte man mit dem Arbeitgeber eine entsprechende Vereinbarung treffen.

Besonderheiten bei der Versicherung Allerdings ergeben sich sozialversicherungstechnisch einige Schwierigkeiten. Während sich für privat Versicherte eigentlich nichts ändert – sie müssen ihre Beiräge einfach weiterbezahlen – gibt es für die Gesetzlichen einige Besonderheiten. Denn der Versicherungsschutz in der Sozialversicherung bleibt nur für einen Monat ab Beginn der unbezahlten Auszeit bestehen. Danach muss der Arbeitgeber seinen Mitarbeiter abmelden. Der Urlauber hat nun keinen Versicherungsschutz mehr.

Versicherungspflicht beachten
Da in Deutschland aber die Versicherungspflicht besteht, muss der Mitarbeiter in Auszeit nun entweder Mitglied in einer privaten Versicherung werden oder sich aber freiwillig bei der gesetzlichen Kasse weiterversichern. Tritt er dann wieder in Lohn und Brot beim ehemaligen Arbeitgeber, meldet dieser ihn wieder an und alles geht wieder seinen Gang.


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