Übergabeprotokoll bei Einzug in Mietwohnung sinnvoll

Um Ärger zwischen Mieter und Vermieter zu vermeiden kann es sinnvoll sein bei Einzug ein Übergabeprotokoll zu erstellen. Hierin werden durch Mieter und Vermieter eventuelle Schäden schriftlich festgehalten, so dass es beim Auszug nicht zu Problemen für den Mieter kommt.

Anzeige / Inserat

Um unnötigen Ärger zwischen Mieter und Vermieter, vor allem bei Mängeln bei Auszug aus der gemieteten Wohnung zu vermeiden, bietet sich das Verfassen eines Übergabeprotokolls bei Einzug an. Dieses Schriftstück hält fest, welche Mängel bereits bei Einzug bestehen und wird auch bei Auszug wieder genutzt, um Beanstandungen festzuhalten oder halt die ordnungsgemäße Übergabe zu dokumentieren.

Keine Verpflichtung für Übergabeprotokoll

Rechtlich ist es allerdings so, dass weder noch Vermieter verpflichtet sind, ein solches Protokoll anzufertigen, allerdings kann eine Erstellung einen Streitfall vermeiden und zu einer gütlichen Einigung führen. Bemängelt der Vermieter zum Beispiel bei Auszug einen Riss in einem Waschbecken und der Mieter behauptet, dieser Schaden sei schon bei Einzug so gewesen, so liegt die Beweislast grundsätzlich beim Vermieter, denn dieser muss das Gegenteil beweisen. Dies ist ohne eine schriftliche Bestätigung beim Einzug grundsätzlich ja nicht möglich.

Absicherung für Mieter

Auch für den Mieter ist ein Übergabeprotokoll eine Absicherung, damit er beim Auszug nicht für Schäden verantwortlich gemacht werden kann, die er gar nicht verursacht hat. Besonders Augenmerk sollte dabei auf Verschleißteile, wie Fenster, Türen, Holzböden, Böden allgemein, sanitäre Einrichtungen usw. gelegt werden. Es ist zwar nicht nötig, jeden Riss zentimetergenau zu dokumentieren, aber es reicht auch nicht aus, dass man festhält, dass sich in allen Zimmern Risse befinden. Vermieter und Mieter sollten gemeinsam beschreiben, welche Schäden tatsächlich sichtbar sind.

Vertragsmäßigen Gebrauch

Ein Streitpunkt zwischen Mietern und Vermietern ist auch immer wieder, welche Schäden durch vertragsmäßigen Gebrauch oder welche durch vertragswidrige Nutzung entstanden sind. Hier kann es sinnvoll sein bei größeren Schäden einen Sachverständigen hinzuzuziehen. Weigert sich der Vermieter ein Übergabeprotokoll zu erstellen, so kann der Mieter die Wohnung auch mit einem Zeugen besichtigen und die Mängel feststellen. Hilfreich ist hier eine Dokumentation per Foto, auf dem die Schäden auch tatsächlich erkennbar sind.

Anzeige / Inserat

Ihre Gedanken...