Tücken der Riester-Rente für Geringverdiener
Lohnt sich die Riester Rente für Geringverdiener ?
Erst vor Kurzem ist die Diskussion in den Medien wieder „hochgekocht“, ob sich ein private Vorsorge mit der Riester-Rente tatsächlich lohnt. Das ARD-Magazin Monitor hatte berichtet, dass die eingesparten Beträge teilweise oder ganz “aufgefressen” würden durch bestimmte gesetzliche Regelungen. Mittlerweile hat sich herauskristallisiert, dass bei einem Jahreseinkommen von 12.000 € oder weniger Probleme auftreten können im Bezug auf die volle Auszahlung der privaten und staatlichen Rentenbeiträge im Alter. Der Grund ist darin zu sehen, dass die gesetzliche Rente unter dem Niveau der Grundsicherung (rund 660 € monatlich) liegt, und bei der Kombination mit einer Riester-Rente oder sonstige Einkünfte diese mit der Grundsicherung verrechnet werden. Wenn jemand zum Beispiel eine gesetzliche Rente von monatlich 540 € und zusätzlich (ohne sonstige Einkünfte) noch eine Rente aus der privaten Altersvorsorge von 120 € bezieht, dann bekommt er die Grundsicherung nicht. Die private Altersvorsorge ist somit in diesem Fall hinfällig geworden, der Mensch hat umsonst über Jahre Beiträge angespart. Wenn er nämlich nicht privat vorgesorgt hätte, würde er gleichfalls insgesamt 660 Euro monatlich ohne zusätzliche eigene Sparleistungen bekommen.
Somit stellt sich die Frage, für welche Angestellten die Riester-Rente- oder allgemeiner gesprochen die private Altersvorsorge-sich überhaupt lohnt. Berechnungen zeigen, dass zukünftig ein Jahreseinkommen von mindestens 12.000 € vorhanden sein sollte. Wenn privat vorgesorgt wird und sich zudem die Erwerbsbiografien grundlegend geändert haben, muss von anderen Voraussetzungen ausgegangen werden. Für Menschen die nur 30 Beitragsjahre einzahlen oder in der Einkommens- kategorie bis etwa 12.000 € pro Jahr liegen, gilt dass sie unabhängig davon, auf welche Weise sie für das Alter vorsorgen, eine private Altersvorsorge- egal ob staatlich gefördert oder nicht- für sie sich praktisch nicht lohnt. Sie zahlen mehr ein als sie wegen der Verrechnung der Grundsicherung im Alter zurückbekommen. Der Staat schont auf diese Weise Sozialkassen wobei das dem Sozialstaatsprinzip entspricht und im Grundsatz richtig ist. Diejenigen hingegen, die erwarten können, dass sich ihre sozialversicherungspflichtige Einkommenssituation überdurchschnittlich verbessern wird oder dass sie bei Rentenbeginn nach 2030 auf zahlreiche beitragspflichtige Versicherungsjahre zurückblicken können, sollten wegen des künftig sinkenden Rentenniveaus einen massiven Anreiz haben mit einer zusätzlichen privaten Altersvorsorge vorzusorgen.
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wenn ich mit 550 gesetzlicher rente unter der grundsicherung liege und privat vorsorge und über die grundsicherung komme ist das ja ok. aber bekomme ich nicht automatisch mit 550 eingezahlter rente die grundsicherung wo meine private riester dann angerechnet wird? beispiel mit 550 gesetzlicher rente und riester von 250 liege ich bei 800 euro mtl rente, da aber die gesetzliche unter der grundsicherung liegt bekomme ich dann nicht nur diue grundsicherung sprich 660 die meine riester kmplett auffrist? zwischen 800 und 660 liegt ja ein unterschied.