Todesfall wegen Masern zeigt wie wichtig Impfungen sind

Wie wichtig Impfungen gegen Kinderkrankheiten sind, zeigt wieder einmal ein tragischer Todesfall in Bad Salzuflen wegen Masern.

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Leider treten alle Jahre wieder weltweit, auch bei uns in Deutschland kleinere Masernherde auf. Im Gegensatz zu der allgemein vorherrschenden Meinung sind Masern keine Banalität, die Kinder eben einfach durchmachen müssen, sondern eine schwere Erkrankung, die massive und mitunter auch tödliche Konsequenzen haben kann. Umso wichtiger ist es, die Kinder gegen die hochansteckende Viruserkrankung impfen zu lassen.

Kein Kinderkram die Kinderkrankheit

Verschnupft und verschwollen – so zeigt sich die Maserninfektion zu Anfang, zwei Wochen nachdem sich die Betroffenen unbemerkt angesteckt haben. Hohes Fieber und Entzündungen der Augenbindehaut, starke Kopfschmerzen und die sogenannten Koplik-Flecken (rote Punkte mit weißem Zentrum), die nur kurzzeitig auf der Wangenschleimhaut auftreten sind dann schon klarere Krankheitsanzeichen. Kein Zweifel bleibt, wenn dann der für die Masern typische Ausschlag auftritt. Die Krankheit ist ca. fünf Tage vor bis ungefähr vier Tage nach Auftreten des Masern-Exanthems (Ausschlag) ansteckend.

Nicht Geimpfte sind Risiko für andere

Meist heilt die Kinderkrankheit komplikationslos aus. Allerdings nicht immer. Mittelohr- oder schlimmer, Lungenentzündungen sind mögliche Folgeerkrankungen. Außerdem wird das Immunsystem durch die Masern stark geschwächt. Am gefährlichsten aber ist sicher die Meningoenzephalitis (Gehirnhautentzündung), die leider immer wieder für Todesfälle im Zusammenhang mit der Masernerkrankung sorgt. Wie jetzt jüngst in Bad Salzuflen. Hier starb die 13 Jahre alte Natalie an den Folgen der Maserngehirnhautentzündung. Angesteckt hatte sich das Mädchen schon im frühesten Kindesalter bei einem anderen erkrankten und – offensichtlich – nicht geimpften Kind. Und zwar noch bevor für Natalie die schützende Impfung möglich gewesen wäre. Eine einfache Impfung hätte die Erkrankung der Kinder und damit also den Tod des Mädchens verhindern können. Leider gibt es aber immer noch Eltern, die für sich und ihr Kind entscheiden, auf die empfohlenen Impfungen zu verzichten. Nicht bedenkend, dass sie damit zu einem Risiko werden für Kinder, die z. B. aus Alters- oder Gesundheitsgründen nicht oder noch nicht geimpft werden können.

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