Termin beim Arbeitsamt auch krank wahrnehmen

Wer als Hartz 4-Empfänger einen Termin beim Arbeitsamt hat, sollte besser auch hingehen. Selbst, wenn er krank ist. Tut er es nicht, sollte er sich dort abmelden und die Krankheit durch ein ärtzliches Attest nachweisen. Sonst drohen Kürzungen des Arbeitslosengeld II.

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Draußen ist es kalt, nass und dunkel – es sei denn, man lebt irgendwo in südlicheren und möglicherweise sogar exotischen Gefilden. Hier bei uns ins Deutschland ist das Wetter jetzt auf jeden Fall schlecht. Es ist so mies, dass es auf die Stimmung schlägt und schlimmstenfalls auch auf die Gesundheit. So kommt’s, dass in vielen Büros dieser Tage die Lichter ausbleiben und die Computer auch. Mit Fieber liegen die hustenden und schnupfenden kranken Mitarbeiter zu Hause in den Betten und versuchen zu gesunden.

So macht’s der Angestellte

Der normale Weg für einen kranken Arbeitnehmer zu Hause zu bleiben, ist einfach und geregelt:

Man ruft den Arbeitgeber an und meldet sich krank.

Arzt aufsuchen, der einen je nach Schwere der Erkrankung erstmal krankschreibt.

Das Attest muss spätestens am dritten Tag beim Arbeitgeber und Krankenkasse sein.

wieder gesund, geht man zur Arbeit und macht weiter, wo man aufgehört hat.

Wie läuft es aber wenn man Hartz4 bekommt?

Pflicht für den Hartz 4-ler

So einfach ist es für Hartz 4-Empfänger nicht. Einfach im Bett bleiben, nö, nö! Denn letzlich ist es doch so, Hartz 4 bekommt, wer grundsätzlich erwerbsfähig ist. Das bedeutet, dass der Arbeitslose auch vermittelbar ist und verfügbar sein muss. Ist er das aber durch Krankheit, wenn auch nur kurzfristig nicht, muss er diese Phase umgehend seinem zuständigen Jobcenter, der Arbeitsagentur oder seiner sonstigen zuständigen Stelle melden. Wie ein Arbeitnehmer auch, muss er spätestens am dritten Tag der Erkrankung das entsprechende, ärztliche Attest bei der Behörde vorlegen und sich so krank melden. Noch wichtiger ist das übrigens dann, wenn man aus gesundheitlichen Gründen einen bereits anberaumten Termin bei der zuständigen Behörde nicht wahrnehmen kann. Ist er so krank, dass er nicht kommen kann, ist ein ärztliches Attest unumgänglich. Ansonsten ist die Behörde berechtigt, das Arbeitslosengeld II zu kürzen. Hierzu gibt es sogar ein Urteil des Bundessozialgerichts (Az.: B 4 AS27/10 R).

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