Taschengeld Zusatzverdienst Kinder und Jugendliche

Das Jugendarbeitsschutzgesetz regelt in seinen Bestimmungen klar, in welchem Alter, wie lange, zu welchen Zeiten usw. Kinder und Jugendliche sich was zum Taschengeld dazu verdienen dürfen. Arbeitgeber sollten sich daran halten, denn die Strafen sind empfindlich.

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Wenn Schüler sich etwas hinzuverdienen wollen, so ist grundsätzlich nichts dagegen einzuwenden, jedoch muss der Arbeitgeber sich an die gesetzlichen Vorschriften halten. Das Jugendarbeitsschutzgesetz schützt Kinder und Jugendliche davor zu lange, zu schwer oder zu viel zu arbeiten. Hierbei zählen unter 15jährige als Kinder, 15 – 18jährige als Jugendliche. Für die Jugendlichen ab 15 Jahren gelten Schutzbestimmungen, die gesundheitliche Gefahren oder eine Überbeanspruchung der Leistungsfähigkeit bei der Arbeit ausschließen sollen. Ab einem Alter von mindestens 13 Jahren dürfen Kinder Aufgaben wie Zeitung austragen, Babysitting, Nachhilfe oder ähnliches ausführen, wobei die maximale Arbeitszeit täglich 2 Stunden nicht überschreiten darf.

Bis zu 8 Stunden

Ab 15 Jahren dürfen Jugendliche Ferienjobs bis zu acht Stunden und maximal 40 Stunden pro Woche an 20 Arbeitstagen im Jahr machen, jedoch müssen Wochenenden und Feiertage in der Regel für die Erholung frei bleiben. Aber auch nicht jeden Job dürfen Jugendliche machen, denn sie dürfen nicht im Akkord und auch nicht in Feucht- und Kälteräumen arbeiten. Ebenso sind die Arbeits- und Ruhezeiten klar geregelt. Hält ein Arbeitgeber sich nicht an die gesetzlichen Vorgaben, so ist mit empfindlichen Strafen zu rechnen.

Absicherung gesetzliche Unfallversicherung

Abgesichert sind jugendliche Arbeitnehmer während der Ferienjobs durch die gesetzliche Unfallversicherung, die ab dem ersten Tag und auch für die Arbeitswege gilt. Auch Schüler sind als Arbeitnehmer steuerpflichtig. Hier übernimmt die Abgabe der Lohnsteuer der Arbeitgeber, der entweder pauschal 25 Prozent vom Bruttolohn abzieht oder bei Vorlage einer Lohnsteuerkarte wird der Verdienst individuell versteuert. Wird die steuerliche Freigrenze von 7664 Euro jährlich nicht überschritten, so erhält der Jugendliche die Abzüge am Jahresende vom Finanzamt zurück. Sozialversicherungsbeiträge werden nicht fällig. Wird jedoch die Einkommensgrenze von 7680 Euro pro Jahr überschritten, so hat dies finanzielle Auswirkungen für die Eltern, denn dann entfällt das Kindergeld.

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