Tagespflege statt Pflegeheim

Immer mehr alte Menschen, werden heute zu Hause gepflegt. Wer den alternden Lieben das Pflegeheim ersparen will, kann auch auf Tagespflegekonzepte zurückgreifen. Die Tagespflege ist gesetzlich verankert und gehört zu den Leistungen der Pflegeversicherung.

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Unsere Gesellschaft wird immer älter. Dank guter medizinischer Versorgung und vielen anderen Faktoren steigt die Lebenserwartung immer weiter. Trotzdem werden die Zipperlein mit den Jahren mehr. Neben körperlichen Gebrechen, bauen viele der Senioren auch geistig ab. Bald ist dann ein eigenverantwortliches Leben nicht mehr ratsam oder möglich. Aber was dann? Ab ins Pflegeheim mit Oma oder Opa? Für viele Familien ist das kein gangbarer Weg. Sie wollen zurückgeben, was sie von ihren Angehörigen einst an Liebe und Fürsorge bekommen haben.

Organisatorische Probleme üblich

Wenn die alternden Eltern in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, ist das natürlich schön. Allerdings aber auch nicht immer einfach. In den allermeisten Fällen sind vor allem die Frauen – wie Schwiegertöchter, Töchter und Enkelinnen – pflegetechnisch gefordert. Nun ist die Nur-Hausfrau, die das nebenbei stemmen kann, heute eher die Ausnahme. Im Gegenteil, viele Frauen sind zusätzlich berufstätig. So wird aus der Doppelbelastung Haushalt und Beruf durch die Pflegetätigkeit schnell eine Dreifachbelastung. Das geht an die körperliche und psychische Substanz. Außerdem zeigen sich schnell organisatorische Probleme, wenn der Pflegebedürftige eine Rund-um-Betreuung braucht. Wohin mit dem dementen Angehörigen, während der familiäre Pfleger im Büro sitzt? Für sie gibt es die Möglichkeit, Tagespflegekonzepte anzunehmen.

Die Angehörigen in guten Händen

In der Tagespflege weiß man den pflegebedürftigen Verwandten gut aufgehoben. Sie werden durch abwechslungsreiche Tagesprogramme geistig, emotional und körperlich aktiviert und auch die notwendige Pflege kommt nicht zu kurz. Natürlich ist auch für die Mahlzeiten gesorgt. Individuelle Bedürfnisse werden berücksichtigt. So gibt es meist auch Ruhebereiche, wenn die Pflegebedürftigen eine Pause brauchen. Im übrigen muss der Betroffene nicht täglich kommen. Auch ein tageweiser Aufenthalt ist meist möglich.

Recht auf Tagespflege

Das Recht auf Tagespflege oder teilstationären Pflege ist gesetzlich verankert und damit eine Leistung der Pflegeversicherung. In der Regel kostet sie zwischen 50 und 80 Euro täglich. Die Kosten werden je nach Pflegestufe zumindest anteilig übernommen. Die Zuschüsse belaufen sich bei Pflegestufe I auf ca. 440 Euro, bei II auf ca. 1.040 Euro und bei Stufe III auf ungefähr 1.510 Euro. Wer das aus eigener finanzieller Kraft nicht leisten kann, kann zusätzliche Unterstützung beim zuständigen Sozialamt beantragen. Sogar bei Pflegestufe 0 sind Gelder möglich, wenn wegen einer dementiellen, psychischen oder geistigen Erkrankung den Alltag nicht mehr alleine zu bewältigen ist. Hier lohnt es sich, bei der zuständigen Pflegekasse nachzufragen.


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