Stromschulden – Strom wird abgestellt

Kein Strom? In 600.000 Haushalten wurde im Jahr 2010 wahr, was man nur als Horrorvorstellung kennt, ihnen wurde der Strom abgestellt, wegen Stromschulden. Besonders die armen Menschen, die Hartz IV bekommen, sind davon betroffen.

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Bei Ihnen kommt der Strom aus der Steckdose? Dann können Sie von Glück reden. Denn im Jahr 2010 wurde in 600.000 Haushalten in Deutschland wahr, was man sonst nur von Donald Duck aus Entenhausen kennt. Ihnen wurde der Strom abgestellt. Und das nicht wegen Energie-, sondern wegen Geldknappheit. Ihnen wurde der Strom abgestellt, wegen Stromschulden.

Im Dunklen ohne Strom

Immer mehr Menschen in Deutschland müssen jeden Cent zwei- oder sogar dreimal umdrehen. Für diese Bürger ist eine Stromerhöhung oft fatal. Eine Hochrechnung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen für das Jahr 2010 ergab, dass 600.000 Verbraucher ihre Stromrechnung nicht begleichen konnten und ihnen deshalb tatsächlich der Strom abgestellt wurde. Das muss man sich vorstellen. Kein Licht, kein Wasserkocher, keine Kaffeemaschine, kein Computer, kein Telefon, keine Waschmaschine, kein Trockner, kein Fernseher, kein Herd … Die Liste, der Alltäglichkeiten, die ohne Strom nicht mehr funktionieren, ist schier unendlich.

Hohe Stromkosten und Hartz IV Bezug


Besonders hart trifft es die Menschen in Deutschland, die sowieso schon wenig Geld zur Verfügung haben. Die Kosten für Licht, Waschmaschine, Computer und Fernseher, sind für viele Menschen die Hartz IV bekommen, kaum noch zu bezahlen. Mit rund 28 Euro muss der Hartz IV Bezieher klarkommen bei seinen Stromkosten, der Durchschnitt liegt bundesweit aber schon bei 37 Euro im Monat und je nachdem wo der Hartz IV Bezieher lebt, kann die Stromrechnung noch viel höher sein. Wer Hartz IV bezieht und zu hohe Stromkosten hat, der sollte über einen Wechsel des Stromanbieters nachdenken.

Das Problem wird sich verschärfen

Experten fürchten, dass sich das Problem der Stromschuld-Begleichung in Zukunft noch verschärfen wird. Denn immer mehr Menschen werden von hohen Nachzahlungen überrascht. Um dem vorzubeugen, sollten die Verbraucher regelmäßig ihren Stromzähler checken und die Werte im Auge behalten. Mit einem Wechsel des Stromanbieters lassen sich schnell einige hundert Euro im Jahr sparen. Übrigens: Der Strom darf natürlich nicht plötzlich abgestellt werden. Dafür gibt es in Deutschland eine Ankündigungsfrist von vier Wochen. Außerdem ist die Abstellung nur dann rechtens, wenn der Verbraucher beim Stromanbieter mit mehr als 100 Euro in der Kreide steht. Und selbstverständlich ist auch das Strom abdrehen nicht umsonst: Die Schulden erhöhen sich dadurch um weitere 50 Euro.

Wichtige Punkte für den Stromvergleich

  • Angebote vergleichen ist wichtig
  • Laufzeiten nicht länger als 1 Jahr
  • Kündigungsfrist sollte nie länger als maximal ein Monat sein
  • Genau prüfen bei sehr billigen Angeboten
  • Festpreis kann teuer werden wenn der Verbrauch höher ist
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