Steuerzahler soll Beitragsrückstände der GKV begleichen

Säumige Zahler belasten nicht nur die privaten Versicherer, auch die GKV haben große Schwierigkeiten mit nicht bezahlten Beiträgen. Diese soll jetzt der Steuerzahler ausgleichen.

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Das die privaten Krankenversicherer Probleme mit Nichtzahlern haben ist hinreichend bekannt. Aufgrund der Versicherungspflicht in unserem Land ist es den privaten nicht möglich säumigen Zahlern zu kündigen. Ähnlich geht es den gesetzlichen Krankenkassen. Auch die haben Mitglieder, die ihre Beiträge nicht bezahlen. Der Wunsch der Kassen: Hier soll jetzt wohl der Steuerzahler einspringen.

Über eine Milliarde Außenstände

1,2 Milliarden Euro – so hoch sind die Außenstände der gesetzlichen Krankenversicherer. Aber was tun? Woher soll das Geld denn kommen? Kann man doch einem „nackten“ Mitglied nicht in die Tasche greifen. Die Nichtzahler sind hier viele Rückkehrer aus der PKV sowie freiwillig gesetzlich Versicherte. Eine Kündigung von Seiten der GKV ist wie in der privaten Versicherung genauso unmöglich. Lediglich eine Kürzung der Leistungen bleibt den gesetzlichen Versicherern. Die Rückstände bleiben aber dennoch erhalten.

Ratenzahlung möglich

Jetzt rufen die gesetzlichen Krankenversicherer nach Hilfe. Die soll aus Steuermitteln kommen. Nur so sollte die finanzielle Last, die ansonsten auf den Schultern aller Beitragszahler verteilt würde, zu stemmen sein. Eine andere Möglichkeit gäbe es nicht die Mehrbelastungen zu senken. Experten – auch aus der Politik – sehen das anders. Der Möglichkeiten die Beiträge einzutreiben gäbe es viele, sie würden nur nicht konsequent genug umgesetzt. Eine davon ist z. B. die Ratenzahlung, wie sie eine 44jährige Karlsruherin in Anspruch genommen hat. Sie konnte ausstehende Beiträge in bequemen und für sie leistbaren Raten abbezahlen. Der Vorteil: Sie hatte auch keine Leistungskürzungen zu erdulden.

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