Steuervorteile durch Kosten für Fortbildung und Weiterbildung

Immer mehr Arbeitnehmer nehmen an (Weiter-)Bildungsmaßnahmen teil, um sich auf dem Arbeitsmarkt behaupten zu können. Wenn der Arbeitgeber nicht die Kosten ganz oder teilweise übernimmt oder man öffentliche Fördermittel erhält, muss man diese selbst tragen. Doch diese Kosten für Fortbildung und Maßnahmen zur Weiterbildung im Beruf sind steuerlich als Werbungskosten voll abziehbar.

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Die Ausgaben für Fort- und Weiterbildung kann man in seiner Steuererklärung als Werbungskosten angeben. Voraussetzung dabei: der berufliche Bezug und Sicherung der eigenen Erwerbsfähigkeit müssen erkennbar sein. Dazu zählen Umschulungen oder berufliche Fortbildungen wie Computer- oder Sprachkurse, Meisterkurse, Ergänzungs-, Master- und Aufbaustudiengänge. Übersteigen diese mit den übrigen Werbungskosten den Arbeitnehmer-Pausch-Betrag von 920,- EUR überschritten, mindert sich die Steuerlast. Als Arbeitsmittel sind Schreibtisch, Computer, Fachliteratur, Büromöbel und -materialen, etc. steuerlich abziehbar, wenn diese beruflich genutzt werden.

Erstausbildung wird nicht als Werbungskosten anerkannt

Kosten für Erststudium oder eine Ausbildung sind „Kosten der Lebensführung“ und können nur bis max. 4.000,- EUR als Sonderausgaben geltend gemacht werden. Berufsbegleitende Studiengänge fallen ebenfalls unter die Sonderausgaben, die Ausnahme bilden Studiengänge im Rahmen eines öffentlichen Dienstverhältnisses. Hier werden die Kosten als Werbungskosten anerkannt.

Weiterbildungskosten bei Selbständigen

Betrieblich notwendige Maßnahmen zur Weiterbildung können sich auch bei Selbständigen als Betriebsausgaben steuermindernd auswirken. Die Kosten hierfür kann der Selbständige als betrieblichen Aufwand in seiner Einnahmen-Überschussrechnung aufführen. Fort- und Weiterbildungen lohnen sich für das berufliche Weiterkommen alle Mal und sind nicht nur wegen steuerlicher Vorteile ratsam.

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