Stellenabbau bei der Arbeitsagentur

Durch die gute Konjunktur und die gesunkene Arbeitslosigkeit steht der Arbeitsagentur ein massiver Stellenabbau bevor. Demnach will die Bundesagentur für Arbeit in den kommenden vier Jahren tausende von Stellen abbauen.

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Dass eine gut laufende Konjunktur und eine sinkende Arbeitslosigkeit auch Auswirkungen auf die Arbeitsagenturen haben, erfahren ihre Mitarbeiter in den kommenden vier Jahren. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will aus diesen Gründen ihre Belegschaft auf ca. 100.000 Mitarbeiter insgesamt herunterfahren. Laut einer Vorlage für den BA-Verwaltungsrat sollen demnach bis zu 17.000 Stellen wegfallen. BA-Chef Frank Weise dementierte gegenüber der “BILD”-Zeitung die Anzahl von 17.000 und sprach demgegenüber von 10.000 betroffenen Stellen. Außerdem werden auch keine betriebsbedingten Kündigungen ausgesprochen. Die angepeilte Mitarbeiterzahl soll durch die Nicht-Wiederbesetzung von in Rente gehenden Mitarbeitern und das Nicht-Verlängern von befristeten Arbeitsverträgen erreicht werden. Etwa jeder sechtste Angestellte der BA besitzt einen Zeitvertrag.

Service-Qualität leidet unter keinem Verlust

Im Fokus des Stellenabbaus steht in erster Linie die Verwaltung. Mit der Maßnahme soll sie mittelfristig deutlich verschlankt werden. Beim Service für Arbeitnehmer und Arbeitgeber wird allerdings keinesfalls gespart. Die vorhandene Qualität im Service-Bereich soll weiterhin aufrecht erhalten bleiben, um einen reibungslosen Ablauf gewährleisten zu können.

Kein Geld zum Aufbau von Rücklagen

Trotz der aktuell niedrigen Arbeitslosenzahl kann eine Senkung der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung nicht vorgenommen werden. Schließlich wurde der Beitrag seit dem Jahre 2006 mehr als halbiert: von 6,5 Prozent auf drei Prozent. Damit können Arbeitnehmer in Lohn und Brot die Hoffnung auf weniger Beiträge in ihrer Lohn- oder Gehaltsabrechnung komplett begraben. In der momentanen Situation kann eine weitere Senkung nicht angepeilt werden, da bei der Höhe der Beiträge schon jetzt keinerlei Rücklagen für schlechtere Zeiten aufgebaut werden können.

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