Sonderregel für Geringverdiener beim Elterngeld

Die Geburtenraten sinken. Unsere Gesellschaft überaltert. Neuen Nachwuchs braucht das Land. Aber für viele potentiellen Eltern sind Kinder zu teuer. Dabei tut der Staat schon was er kann, um Neu-Familien zu unterstützen. Zum Beispiel durch Elterngeld, bei Geringverdienern sogar mit Sonderregeln.

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Die Geburtenraten sinken. Unsere Gesellschaft überaltert. Neuen Nachwuchs braucht das Land. Aber wer will heute schon noch Kinder. Sie sind laut, nervig und zu teuer. Dabei tut der Staat schon was er kann, um Neu-Familien zu unterstützen. Zum Beispiel durch Elterngeld. Dabei können sich die Eltern die Betreuung des süßen Kleinen in den ersten 14 Monaten nach der Geburt teilen ohne größere Einkommeneinbußen.

Wer bekommts?

Anspruch auf Bundeselterngeld haben Eltern, wenn sie ihr Baby nach der Geburt zu Hause behalten und selbst bemuttern bzw. bevatern. Der betreuende Elternteil darf nicht mehr als 30 Wochenstunden arbeiten und muss mit dem Kind in einem Zuhause leben. Der Wohnsitz des Betreuenden muss innerhalb Deutschlands sein. Auch ausländische Eltern können in Deutschland anrecht auf Elterngeld haben. Und zwar dann, wenn sie aus der EU oder der Schweiz kommen und in Deutschland leben und arbeiten. Das gilt auch für ausländische Mitbürger aus Ländern außerhalb der EU, wenn sie eine dauerhafte Arbeitserlaubnis und Aufenthaltsgenehmigung haben. Elterngeld für ausländische Mitbürger wird nicht bewilligt, wenn ihre Aufenthaltserlaubnis zeitlich begrenzt ist (z. B. zum Ausbildungszweck dient).

Wie hoch ists?

Das Elterngeld wird für 14 Monate bezahlt. Es beträgt 67 Prozent des Einkommens des betreuenden Elternteils, das dieser in den 12 Monaten vor der Geburt des Kindes durchschnittlich verdient hat. Die monatliche Höchstgrenze ist 1.800 Euro, die Untergrenze liegt bei 300 Euro (Mindestelterngeld). Dieses Mindestelterngeld wird immer bezahlt und auch nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet, da es nicht als Einkommen gilt. Zu beachten ist aber, dass die 14 Monate zwischen den Eltern aufgeteilt werden müssen. Die Aufteilungspflicht liegt bei einer Mindestbetreuungszeit von zwei Monaten und einer maximalen Betreuungszeit von 12 Monaten. Durch die Elterngeldregelung sind natürlich gutverdienende Familien wieder mal besser dran. Wobei es für Geringverdiener eine Sonderregel gibt: Bei einem Einkommen von unter 1.000 Euro monatlich vor der Geburt des Kindes steigt das Elterngeld. Die Faustregel hierfür ist: mit jedem 20-Euro-Schritt unterhalb der 1.000 Euro-Marke steigt das Elterngeld an um einen Prozentpunkt an. Für Geringstverdiener mit einem Einkommen von 340 Euro je Monat erhält der betreuende Elternteil 100 Prozent des früheren Nettoeinkommens ausbezahlt.

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