Sind Sachwerte die beste Altersvorsorge

Investieren in Sachwerte halten viele Menschen für eine gute Altersvorsorge.

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Die Lebensversicherung hat in Deutschland längst nicht mehr den besten Ruf, Investments in Aktien und Fonds traut man sich als Normalbürger kaum noch, doch was bleibt dann überhaupt noch? Das Investment in Sachwerte ist die beste Altersvorsorge, zumindest lauten die Stammtisch Parolen so, doch man muss auch bei Immobilien hinter die Fassade schauen. Die Immobilienkrise in den USA und selbst in Spanien hat gezeigt, dass auch Sachwerte buchstäblich den Bach runter gehen können bzw. kaum noch was wert sind.

Immobilien die man selbst bewohnt

Aktuell bei den sehr niedrigen Zinsen ist die Finanzierung einer Immobilie für viele möglich, doch man sollte auch das Ende der Zinsbindungszeit im Auge haben, denn auch wenn man derzeit für rund 3 Prozent plus Tilgung eine Finanzierung bekommt, kann der Zins nach Ende der Vertragslaufzeit auch doppelt so hoch sein. Dann muss man immer noch in der Lage sein die Raten bezahlen zu können. Aber generell ist die eigene selbstgenutzte Immobilie eine gute Altersvorsorge. Ist die Wohnung oder das Haus abbezahlt, dann benötigt man nur noch die Nebenkosten und die Instandhaltungskosten. Aber wie oben schon erwähnt, die Krise in den USA hat gezeigt dass der Wert einer Immobilie nicht nur nach oben geht sondern auch sehr tief fallen kann.

Vermietete Immobilie

Die vermietete Immobilie wird oft aus steuerlichen Gründen angeschafft und vielleicht auch bei einigen Vermietern als spätere Altersvorsorge, doch diese Form der Altersvorsorge hat auch gewaltige Tücken. Prominente Beispiele, die mit Investitionen in Immobilien finanziell zugrunde gerichtet wurden, gibt es inzwischen genügend. Bei einer vermieteten Immobilie ist der Standort das A und O, denn wenn die Immobilie mal leer steht, weil ein Mieter auszieht, dann muss der Standort so gut sein, dass die Wohnung schnell wieder vermietet wird. Bei den Immobilien im Osten war dies oft nicht der Fall und die Wohnungen standen Monate und auch Jahre leer.

Experten haben schon heute vorausgesagt, dass Immobilien in ländlichen Gebieten immer mehr an Wert verlieren werden. Berücksichtigen Sie die unten genannten Punkte für eine Wohnung, die als Kapitalanlage angeschafft werden soll:

– Wohnung nur kaufen wenn man selbst dort einziehen würde
– Kein Kauf ohne die Wohnung gesehen zu haben
– Kaufpreis orientieren an Nettomiete x 20
– Umgebung sich anschauen (Einkaufsmöglichkeiten, Schule, Apotheke, Ärzte, Kindergarten, Nahverkehrsanbindung)
– Fachmann einschalten bei Bestandsimmobilien
– Mietpreis mit der ortsüblichen Miete vergleichen
– Wohnung auch ohne Mieteinnahmen bezahlen können

Miete vergleichen

Ganz wichtig ist der Punkt, die ortsübliche Miete vergleichen. Wer zum Beispiel weniger als 50 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt, dem wird vom Finanzamt Liebhaberei unterstellt und das Finanzamt erkennt die steuerlichen Verluste nicht an. Wird zwischen 50 und 75 Prozent der ortsüblichen Miete verlangt, bekommt man anteilig die Werbungskosten anerkannt und erst ab 75 Prozent der ortsüblichen Miete werden die vollen Werbungskosten vom Finanzamt anerkannt.

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