Simulator zeigt – welche Klinik schließen kann

Was passiert wenn das Krankenhaus in meiner Stadt schließen würde?

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Der GKV-Spitzenverband hat jetzt einen Internetsimulator online gestellt, der zeigt, welche Auswirkungen die Schließung einzelner Kliniken auf die Bevölkerung hätte.
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Angst bei Personal und Patient

Die Angst geht um in Deutschland; die Angst vor Klinikschließungen. Denn seit der Krankenhausreform im letzten Jahr steht die Frage „Welche Klinik kann geschlossen oder umgewidmet werden?“ auf der politischen Agenda. Die Ängste, die nun entstehen sind so verschieden, wie die Kliniken selbst. Da sind zum Einen natürlich die der Klinikmitarbeiter – von Pflegekräften bis Arzt, von Hygienefachkraft bis Reinigungspersonal – vor Arbeitslosigkeit. Zum Anderen aber sind es auch die Patienten, die in Sorge um ihre medizinische Versorgung im Notfall sind.

GKV schließt Wissenslücke

Was ist denn mit der Versorgung im Notfall, wenn Krankenhäuser dicht machen? In der Stadt mag das ja noch gehen, aber was ist auf dem Land. Hier stehen die Kliniken nicht dicht an dicht, nicht in Nord und nicht in Süd. Für die Versicherer wie für die Patienten auch ist es natürlich von zentraler Bedeutung, dass auch in dünnbesiedelten Regionen stets ein Krankenhaus gut erreichbar ist. Aber detaillierte Informationen, wie weit es von den verschiedenen Orten Deutschlands zur jeweils nächstgelegenen Klinik der Grundversorgung ist, gab es bisher nicht. Diese Wissenslücke schließt nun der GKV-Spitzenverband mit seinem neuen Internetsimulator.

Zehn und mehr Kliniken für Kranke

Der GKV-Kliniksimulator zeigt die Entfernung von rund 80.000 Wohnbezirken zum nächsten Krankenhaus der Grundversorgung mit den Basisabteilungen Chirurgie und Innere Medizin. Gemessen wird die PKW-Fahrzeit, da für die Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung 30 PKW-Fahrzeitminuten bis zum nächsten Krankenhaus der Grundversorgung zugrunde gelegt werden. Der Simulator zeigt auch, wie sich die Entfernungen ändern, wenn die Versicherten im Fall einer Standortschließung das nächstgelegene Nachbarkrankenhaus aufsuchen müssen. Diese Simulation kann für jedes Krankenhaus der Grundversorgung in Deutschland durchgeführt werden. „Wir wollen den Entscheidungsträgern vor Ort eine solide Grundlage für anstehende Standortentscheidungen geben“, sagte Wulf-Dietrich Leber, Abteilungsleiter Krankenhäuser des GKV-Spitzenverbandes. „Die Auswertungen zeigen, dass sich bei der Mehrzahl der Krankenhäuser im Fall einer Schließung keine nennenswerte Verlängerung der Erreichbarkeit ergibt. 99 Prozent der Bevölkerung erreichen innerhalb von 30 Minuten ein Krankenhaus der Grundversorgung. Die Hälfte hat sogar 10 und mehr Kliniken zur Auswahl.“

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