Selbstanzeigen beim Finanzamt – Steuerhinterziehung

Wer sich beim Finanzamt wegen Steuerhinterziehung selbst anzeigt, kann straffrei ausgehen. Allerdings sind viele der Selbstanzeigen häufig falsch.

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Kennen Sie das Gefühl, wenn hinter Ihnen im Stadtverkehr eine Polizeistreife fährt. Es wird einem so ein bisschen eng um die Brust. Man ist verzweifelt versucht, alles richtig zu machen. Nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Hat man auch geblinkt? So und so ähnlich geht es den meisten Menschen mit dem Finanzamt. Vor allem Unternehmern wird es ganz anders, wenn die Steuerprüfung ansteht. Denn auch hier fragt man sich, hat man alles korrekt abgerechnet? So mancher aber, versucht auch dem Finanzamt ein Schnippchen zu schlagen. Aber wehe, wehe, wenn der Fahnder kommt?

Straffrei ausgehen

Erinnern Sie sich an die Diskussionen um die Steuer-CDs? Kaufen oder nicht? Sie wurden von der Regierung gekauft. Und schnell gingen so manchem Steuerzahler in Deutschland vor Angst die Lichter aus. Ist man auf der Disk mit den Steuerhinterziehern drauf? Kommt man vielleicht doch noch ungeschoren davon? Ja! Eine Möglichkeit straffrei trotz Schummelei auszugehen, ist die Selbstanzeige beim Finanzamt. Dazu muss man den Finanzbeamten das Steuerdelikt in allen Einzelheiten offenlegen und die hinterzogenen Abgaben innerhalb einer bestimmten Frist nachzahlen. Dabei ist die Form der Selbstanzeige nicht klar definiert. Allerdings muss sie so ausführlich sein, dass die Behörde ohne eigene Nachforschungen nachvollziehen kann, um welche Sache es genau geht. Falsche, unvollständige oder vollständig fehlende Angaben müssen natürlich ergänzt werden. Diese Regelung gilt selbstverständlich nicht für organisiertes Verbrechen.

Großzügige Fahnder

Im Großen und Ganzen sind die Steuerfahnder fast schon großzügig, wenn es um eine Selbstanzeige geht. Denn Fachleute schätzen, dass über die Hälfte der Selbstanzeigen falsch oder zumindest nicht vollständig sind. Das liegt aber in der Regel wohl nicht an der bösen Absicht des Steuergauners, sondern eher an der Kompliziertheit der Sache im Einzelnen. Zumal es in vielen Fällen auch um Anlagen im Ausland geht. Solche Investitionen sind zum Teil sehr kompliziert. Generell ist eine unvollständige Selbstanzeige unwirksam. Ist aber klar, dass der Fehler aus einem reinen Irrtum heraus entstanden ist, sind auch die Steuerfahnder menschlich.

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