Schufa-Auskunft verwirrend für Verbraucher

Einmal jährlich kann jeder Verbraucher seinen Schufa-Eintrag checken. Das macht Sinn, denn nicht alles stimmt, und so mancher sollte deshalb ein Auge darauf werden. Leider schafft die Schufa-Auskunft für viele mehr Verwirrung als Klarheit.

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Montag abend, 20.00 Uhr, im Fernsehen: „Hier gibt es das Handy, den Kreditvertrag, das Labtop ohne Bonitätsprüfung, ohne Schufaauskunft.“ Otto Normalverbraucher denkt vielleicht jetzt: „Tolle Sache, ein neues Handy brauch ich eh. Bestelle ich es doch einfach dort.“ Was aber ist eigentlich die Schufaauskunft?

Bonitätsprüfung für Kreditgeber

Die Schufa Holding AG (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist eine Art Auskunftei für Kreditvermittler, Finanzgeber, Vermieter, Makler und viele mehr. Hier wird vermerkt wie das Bezahlverhalten des Verbrauchers ist bei Kreditverträgen, Kreditkarten, Kundenkonten bei Versandhäusern ist. Gespeichert wird aber auch wieviele Konten ein Verbraucher hat, welche Forderungen noch offen sind oder ob möglicherweise sogar eine Privatinsolvenz vorliegt. Vor der Vergabe von Krediten u. ä. wird hier vom Kreditgeber (oder auch vom Versandhaus) die Bonität des Verbrauchers geprüft. Wird ein Kredit z. B. nicht bewilligt, ist ein schlechter Schufaeintrag dafür oft die Ursache.

Fehler sind auch hier möglich

Nun schleichen sich aber natürlich auch hier Fehler ein. Deshalb ist es so wichtig für Verbraucher, den Schufa-Eintrag regelmäßig einzusehen. Nur so kann man im Falle eines Falles Widerspruch einlegen und eine Eintragsänderung beantragen. Einmal im Jahr darf jeder Deutsche kostenlos Einblick nehmen. Dafür genügt es, sich auf der Website der Schufa anzumelden (www.schufa.de). Soweit so gut. Das Problem entsteht oft erst, wenn die Schufaauskunft vorliegt. Denn für den Verbraucher sind die Einträge nur selten verständlich.

Schwer zu verstehen

Aufgrund der Schufaauskunft nachzuvollziehen, wie nun die eigene Bonität zu bewerten ist, ist für Otto Normalverbraucher so gut wie nicht möglich. Die Verbraucherzentralen gehen sogar soweit, dass sie die Auskunft für den Durchschnittsverbraucher als „verwirrend und nutzlos“ bezeichnen. Auf die kostenlose Abfrage sollte dennoch niemand verzichten. Wer sich Zeit nimmt und etwas einarbeitet, kann vielleicht doch noch den einen oder anderen Nutzen daraus ziehen.

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