Schnäppchenangebote müssen bis 14.00 Uhr erhältlich sein

Richter haben ein Herz für Schnäppchenjäger und entscheiden: Preisknüller bzw. Schnäppchenangebote in Discountern müssen mindestens sechs Stunden erhältlich sein.

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In vielen deutschen Familien gehört es zur samstagmorgendlichen, liebgewonnenen Routine. Die Schlacht um die Werbeblättchen der üblichen, verdächtigen Discountern. Hier wird angeprießen, was des Schnäppchenjägers Herz begehrt. Von der Kinderbekleidung (hier werden Mütter zu Hyänen am Wühltisch der Beinbekleidung) bis hin zum Labtop (um das sich dann die Herren der Schöpfung fast prügeln), kann man hier zu günstigsten Preisen Schnäppchenangebote ergattern, was sonst so richtig ins Geld geht.

Da wird gedrängelt und geschubst

Das Problem mit diesen Sonderangeboten: Sie sind meist innerhalb weniger Stunden, oft sogar Minuten vollständig ausverkauft. Dann beginnt der Run auf die Fillialen; am meisten Glück hat der, der früh genug vor einer wenig bekannten Discounter-Filliale steht. Nichts desto trotz ist es natürlich ärgerlich, wenn man sich umsonst mit anderen Schnäppchenjägern gedrängt und geschubst hat, nur um dann leer auszugehen. Zumal man – wenn man schon mal da ist – eben einfach was anderes mitnimmt. Wie auch immer: Einer gewinnt und das ist der Discounter.

Ein Herz für Angebotsjäger

Gegen diese gängige Praxis in bester Lockvogel-Manier hat die Verbraucherzentrale NRW gegen ein bekanntes Discounter-Unternehmen geklagt. Über mehrere Instanzen ging der Rechtstreit bis er jetzt schließlich vor dem Bundesgerichtshof (BGH) landete. Und hier hatten die Karlsruher Richter ein Herz für die Schnäppchenjäger. Je nach Angebot und Produkt müssen Waren nun mindestens bis 14.00 Uhr am ersten Angebotstag bzw. sogar den kompletten ersten Geltungstag im Laden für den interessierten Kunden erhältlich sein (Az.: I ZR 183/09).

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