Schmerzensgeld für Kopfweh bzw. Kopfschmerzen nach einem Verkehrsunfall

Schleudertrauma unfallbedingt nach einem Urteil des OLG Saarbrücken

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Sind nach einem Verkehrsunfall aufgrund eines Schleudertraumas oder sonstigem Kopfschmerzen vorhanden sind sie in Versicherungsfällen grundsätzlich als unfallbedingt zu sehen. Nach einem Urteil des Oberlandesgericht Saarbrücken (Az.: 4 U 501/03-6/05) gilt dies auch, wenn es zumindest theoretisch nicht auszuschließen ist, dass die Kopfschmerzen eine unfallunabhängige Ursache haben, wobei die Versicherungsgesellschaft da in der Beweispflicht ist.

Klage gegen die KFZ Haftpflichtversicherung

Ein Verkehrsunfallopfer hatte gegen die Kfz Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers geklagt, da er bei dem Unfall erhebliche Kopfschmerzen erlitten hätte. In der Folgezeit stellten sich beim Unfallopfer chronische Kopfschmerzen ein. Bei der Berechnung des Schadenersatzes wollte die Versicherung diese Schmerzen nicht berücksichtigen, da diese nach Ihrer Auffassung auch Folgen eines sonstigen körperlichen Leidens des Klägers sein könnten. Ein Sachverständiger konnte dies auch nicht ausschließen.

Versicherung muss Gegenteil beweisen

Die Richter gaben dem Kläger in vollem Umfang Recht obwohl die Richter auch nicht ausschließen konnten, dass die Kopfschmerzen nicht unfallbedingt seien. Sie argumentierten, dass bei Unfällen mit Kopfverletzung die Vermutung für einen Zusammenhang dafür spreche. Dies reicht grundsätzlich als Nachweis aus, außer die Versicherung kann dem Kläger das Gegenteil beweisen, was in so einem Fall wohl gänzlich unmöglich ist.

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