Schmerzensgeld – Beweispflicht beim Opfer

Wenn man Opfer durch einen Unfall wird oder zum Beispiel durch Mobbing psychische Beeinträchtigungen davonträgt, so kann man auch in Deutschland für die Schäden Schmerzensgeld verlangen. Jedoch liegt die Beweispflicht im deutschen Recht immer beim Geschädigten.

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Immer wieder liest man von extrem hohen Schmerzensgeldern, die Opfern von US-Gerichten zugesprochen werden. In Deutschland allerdings braucht niemand darauf zu hoffen durch eine solche Entschädigung reich zu werden, denn hier herrscht ein anderes Rechtsverständnis.

Hohes Schmerzengeld nur bei schweren Verletzungen

In der Regel werden zum Beispiel beim Unfall mit der Folge eines Schleudertraumas dem Opfer vor deutschen Gerichten Schmerzensgelder in Höhe von rund 500 bis 1000 Euro gewährt. Hohe Schmerzensgelder im Zehntausend- oder sogar Hundertausender-Bereich werden nur Opfern mit dauerhaften und sehr schmerzhaften Schädigungen, wie zum Beispiel Erblindung, Lähmung und Amputationen zugesprochen.

Mobbing und Psychoterror zählt dazu

In der Regel besteht ein Anspruch auf Schmerzensgeld nicht nur bei Verkehrsunfällen, Körperverletzungen und Ärztepfusch, sondern auch bei Mobbing und Psychoterror. Im deutschen Zivilrecht wird jedem eine zusätzliche Möglichkeit der Wiedergutmachung zugestanden, wenn die Verletzungen aus einem nachlässigen, pflichtwidrigen, mindestens fahrlässigen Verhalten entstanden sind.

Beweislast beim Geschädigten

Allerdings liegt die Beweislast immer beim Geschädigten selbst, der das Verschulden des Verursachers und das Ausmaß der gesundheitlichen Beeinträchtigungen nachweisen muss. Daher wird von anwaltlicher Seite geraten, dass man als Geschädigter so früh wie möglich und so umfassend wie möglich alle Schäden und Verletzungen durch Arztberichte und Fotos dokumentieren sollte, um so dieser Beweispflicht im Falle einer Einigung um Schmerzensgeld lückenlos nachkommen zu können und die Chancen auf Zahlung zu verbessern.

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