Schlafstörungen – weniger leistungsfähig – kostet Geld

Schlafen wie in Morpheus Armen. Das bleibt für Menschen mit Schlafstörungen ein frommer Wunsch. Aber, wer nachts nicht ruht, ist tagsüber nicht leistungsfähig. Und das kostet Geld.

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Schon auf dem Sofa fallen einem fast die Augen zu. Jetzt noch schnell Zähne putzen und dann ab ins Bett. Kaum befindet man sich aber in der Horizontalen, schon ist man hellwach. An Schlaf ist nicht mehr zu denken. Die Gedanken drehen sich im Kreis, man dreht sich nach rechts und quält sich nach links. Augen zu, Augen auf. Und schon ist die Nacht auch wieder rum. Mit müden Gliedern schleppt man sich zur Kaffee-Maschine und unter die wechselwarme Dusche. In die Puschen kommt man an dem Tag trotzdem nicht mehr.

Wenn Nachtruhe ein Traum bleibt

Nicht ein- oder durchschlafen zu können, das kennen wir alle. Aber Schlaflosigkeit ist kein harmloses Zeitgeist-Syndrom, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem. So erhöht sich durch Schlafstörungen z. B. das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, es können Depressionen entstehen und Angststörungen aufkommen. Gleichzeitig steigt die Gefahr für Unfälle während des Tages. Außerdem: Wer am Arbeitsplatz Topleistungen bringen will, muss ausgeschlafen sein. Mit Tagesmüdigkeit ist das kaum möglich. Laut DAK-Gesundheitsreport 2010 gibt es in Deutschland derzeit etwa vier Millionen Erwerbstätige, die sich mehr als dreimal pro Woche durch die Nacht quälen. Und das geht ins Geld. Die entstehenden Folgeschäden belaufen sich auf über eine Milliarde Euro.


Ausgeschlafen leistungsstark

Jetzt greift so manch einer zum Schlafmittel aus der Apotheke, denn ihm ist jedes Mittel recht. Hauptsache die Nacht wird ruhig. Dabei raten Experten erstmal zu alternativen Methoden. Stressabbau durch autogenes Training, Meditation oder Yoga kann genauso helfen, wie der Verzicht auf Fernsehen vor dem Zubett-Gehen, bewusste Ermährung und regelmäßige sportliche Betätigung. Am wichtigsten ist aber die so genannte Schlafhygiene. Versuchen Sie täglich zur gleichen Zeit schlafen zu gehen und aufzustehen; auch am Wochenende. Essen, lesen, fernsehen – all das gehört nicht ins Bett. Quälen Sie sich nicht in ihrer Koje. Wenn Sie nicht einschlafen können, stehen Sie nach spätestens 20 Minuten wieder auf. Lesen Sie ein Buch, stellen Sie sich ans offene Fenster, atmen Sie tief ein und schauen Sie nicht fern. Hilft all das auf Dauer nicht, ist der Besuch beim Arzt angeraten.

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