Schaden in der Reinigung? Beweislast liegt beim Kunden

Es gibt sie in jeder Stadt – die Reinigungen, die Singlemännern die Hemden bügeln oder betuchten Haushalten, die Wäsche gleich ganz abnehmen. Wer aber haftet, wenn die teuren Stücke zwar sauber, aber beschädigt aus der Textilreinigung zurück kommen? Die Beweislast liegt beim Kunden.

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Es gibt sie in jeder Stadt – die Textilreinigung. Singlemänner in ganz Deutschland nutzen Angebote wie: zehn Hemden bügeln für 15 Euro. Hier bringen auch betuchte Haushalte ihre Wäsche hin. Wer aber haftet, wenn die teuren Stücke zwar sauber, aber beschädigt aus der Textilreinigung zurück kommen? Da die Beweislast beim Kunden liegt, sind solche Fälle oft schwierig in der Regelung.

Das Designer-Kleidchen schwierig zu waschen

Die junge Frau hatte sich mal so richtig was gegönnt. Das Designer-Kleidchen war so hübsch. Aber so schwierig zu waschen. Naja, die Blondine war auch deutlich attraktiver als hauswirtschaftlich geschickt. Also brachte sie das teure Fähnchen zur Reinigung. Dort sollte Rauch, Parfüm und andere leckere Gerüche und Flecken rausgewaschen werden. Das war auch gar nicht so teuer. Bis sie das Kleidchen wieder abholte. Da war nämlich plötzlich ein Loch im Designer-Tuch, das vorher nicht da war. Aber, die Reinigungsfirma weigerte sich, für den Schaden aufzukommen.

Besser Rechtschutz versichert

Nun gestaltete sich der Streit um den Schadenersatz als schwierig. Denn die Beweislast, also die Pflicht nachzuweisen, wer Schuld hat, liegt beim Kunden nicht der Reinigung. Man kann sich vorstellen, dass das nicht ganz einfach ist. Wie will man schon beweisen, dass der Fleck oder das Loch vorher noch nicht im dreckigen Kleidungsstück war. Einfacher ist der Kampf um Ersatz nur, wenn das Teil völlig verschwunden ist. Denn hier ist klar: Der Beleg zeigt, dass das Stück abgegeben wurde und nicht zurückgegeben werden kann. Im Fall der jungen Frau von oben, gab es kein Happy End. Sie schrieb das Kleidchen ab und wechselte die Reinigung. Wer einen längeren Atem hat, sollte auch über eine Rechtschutzversicherung verfügen. Denn ein Rechtsstreit über den Ersatz teurer Textilien geht ins Geld, wenn man Anwälte, Richter und Prozesse in Kauf nehmen will.

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