Keine Empfehlung für staatlich geförderte Rente

Die Riester Rente ist nicht zu empfehlen, der niedrige Garantiezins, die nicht vorhadenen Überschüsse sowie die hohe Abschlussprovision machen das Produkt unattraktiv.

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Viel wird in letzter Zeit über die

Riester Rente

geschrieben und dabei kommt das Vorsorgemodell der Bundesregierung nicht gut dabei weg. Die Frage ob man die „Riester Rente empfehlen kann“ ist berechtigt und nachvollziehbar. Im Internet findet man an sich nur Empfehlungen für die Riester Rente aber das ist unter dem Gesichtspunkt des „Geld verdienen wollen“ genauso wie bei dem Versicherungsvermittler, also nicht wirklich eine Empfehlung. Die Riester Rente funktioniert über Zulagen für Erwachsene und Kinder, ohne diese Zuschüsse wäre die Anlageform gänzlich uninteressant aber selbst mit den Zulagen ist die Riester Rente nicht wirklich eine Empfehlung wert. Man muss bis zum Anfang der Riester Rente zurückblicken um zu verstehen, wieso viele Studien inzwischen keinen Sinn in dem Vorsorgemodell mehr sehen.

Riester Rente wird eingeführt – Rückblick

Im Jahr 2002 wurde die Riester Rente eingeführt, sie sollte eine Rentenkürzung und wurde durch die Regierung mit Zulagen für Erwachsene und Kinder gefördert. Anfangs war es auch für die Verkäufer richtig schwer die Riester Rente zu erklären, allein für den Zulagenantrag brauchte ein ungeübter sehr lange um das zu verstehen und richtig auszufüllen. Das schlimmste für uns als Versicherungsvertreter war damals die ganz schlechte Vergütung von Riester Verträgen, deshalb wurde dieser Förderrente auch nur verkauft, wenn der Kunde unbedingt die Riester Rente wollte. Es war einfach zu Zeitaufwendig für die kleine Provision die es damals gab.

Seit dem Jahr 2005 wurde der Verkauf attraktiv vergütet

Das alles hat sich geändert im Jahr 2005, seit diesem Zeitpunkt wurde die Riester Rente für den Verkäufer attraktiv, allerdings auf Kosten der Kunden. Die Provision wird auf 5 Jahre verteilt dem Kunden belastet, der Verkäufer bekommt seine Provision sofort, vorgestreckt von den Versicherungsgesellschaften. Ab da wurde die Riester Rente von den Verkäufern angenommen und richtig gut verkauft, den zum einen war die Provision super und mit der Argumentation staatliche Zulagen und die daraus resultierende Rendite lies sich das Produkt blendend verkaufen. Aber wie oben erwähnt, geht das alles zu Lasten der Kunden, denn neben der viel höheren Provision hat auch die niedrige Zinsentwicklung die Verträge belastet. Durch beide Faktoren gibt es genügend Verträge, die im Minus sind und Menschen, die absolut unzufrieden und auch sauer sind.

Bundesregierung startet eine Vertrauensoffensive

Die Bundesregierung startet eine Vertrauensoffensive und will damit endlich erreichen, dass Kunden die verschiedenen Anbieter von Riester Renten leichter vergleichen können. Dazu soll einiges transparenter werden.

Höhe der Provision für den Kunden deutlich ausweisen

Information welche Rendite der Kunde erwarten kann

Information welches Risiko der Kunde mit seiner Anlage eingeht

bei Anbieterwechsel maximal Provision für 50 % des Kapitals was übertragen wird

Dazu sollen laut dem Bundesfinanzministerium bei der Wohn Riester das angesparte Kapital, jederzeit für Wohneigentum entnommen werden. Und der Sparer soll mehr von der Steuer absetzen können.

Es wird sich nicht viel ändern

Man ist sicherlich von Seiten der Politik bemüht, die Riester Rente attraktiv zu machen, doch die Vorschläge werden meiner Meinung nach nichts verbessern. Wenn man draußen beim kunden ist weiß man, dass dieser sich auf den Verkäufer verlassen will und nicht darüber nachdenken will, dass maximal 50 Prozent des zu übertragenden Kapitals verprovisioniert wird. Natürlich kommen dazu noch die kommenden Beiträge, für die der Kunde auch Provision bezahlen muss oder?

Für beides bekommt der Vermittler 40 Promille nur mal als Beispiel. Nun müsste der Kunde rechnen, wenn 10.000 Euro übertragen werden, bekommt der Vermittler für 5.000 Euro Provision (für was eigentlich?), dazu kommen noch beispielsweise der Eigenbeitrag von 100,–Euro im Monat über 23 Jahre, was genau 27.600 Euro sind plus die 5.000 was übertragen wurde, bedeutet eine Summe 32.600 Euro und davon bekommt der Verkäufer 40 Promill, also rund 1.300 Euro. Haben Sie was verstanden? nein? dann geht es Ihnen wie fast allen. Einfach und transparent für den kunden sieht anders aus, hier gibt es keine Empfehlung für die Riester Rente.

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