Richtig versichert mit Multipler Sklerose

Immer mehr Menschen in Deutschland leiden unter Multipler Sklerose. Die Autoimmunkrankheit greift die Nervenverbindungen von Gehirn und Rückenmark an. Die Symptome sind daher nicht vorhersehbar. Vorhersehbar ist aber, das man mit einer solchen Erkrankung richtig versichert sein muss.

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Multiple Sklerose wird auch als Krankheit der tausend Gesichter bezeichnet. Vorherzusagen, wie sich die Erkrankung, die in Schüben verläuft entwickelt, kann niemand. Das ist für die Betroffenen natürlich eine starke psychische Belastung. Sie wissen nie: Sitze ich irgendwann im Rollstuhl oder bleibe ich beschwerdefrei für den Rest meines Lebens. Dennoch sollte man versuchen, ein möglichst „normales“ Leben zu führen. Versicherungen gehören hier natürlich dazu.

Gesetzlich versichert, das ist sicher

Wer vor der Diagnose MS nicht privat krankenversichert war, hat danach keine Chance mehr auf eine gesundheitliche 1.Klasse-Versicherung. Selbst eine Zusatzversicherung ist für die Betroffenen nicht mehr erlangbar. Das gilt auch für Berufsunfähigkeitsversicherungen, Lebensversicherungen, Auslandskrankenversicherung und ähnliche Absicherungen. War man vor der Erkrankungsfeststellung durch den Arzt in diesen Bereichen versichert, sollte man die Verträge nach der Diagnose noch mal genau lesen. Es gab schon Fälle, in denen eine MS-Erkrankung, die nach einem Versicherungsabschluss diagnostiziert wurde, sogar bei bestehenden Verträgen noch zu einem Ausschluss führen konnte. Für gesetzlich Versicherte gelten diese Bedenken natürlich nicht, da es hier weder eine Risikoprüfung noch Gesundheitsfragen gibt. Als gesetzlich Krankenversicherter ist man hier auf der sicheren Seite. Auch wenn man vielleicht nicht die Chance auf die modernsten Therapiemethoden hat.

Soziale Absicherung bleibt schwierig

So schwierig die soziale Absicherung der MS-Kranken ist, so wichtig ist es aber trotzdem für sie, sich mit dem Thema Versicherung zu beschäftigen. Im Allgemeinen gehören auch für die MS-Patienten die üblichen Verdächtigen in den Versicherungskatalog. Das sind z B. die private Haftpflichtversicherung, die die Kosten übernimmt, die entstehen, wenn man jemand anderem Schaden zugefügt hat. Auch eine Hausratversicherung sollte abgeschlossen werden. Hier sollte man nicht zu sparsam sein, und die Versicherung dem tatsächlichen Wertestand der Wohnung oder des Hauses anpassen. Eine Rechtschutzversicherung kann für MS-Betroffene durchaus sinnvoll sein, wenn es darum geht Ansprüche aller Arten durchzusetzen.

Wichtig für Multiple-Sklerose-Patienten

Besonders wichtig ist für Multiple-Sklerose-Patienten, die ins Ausland reisen, der richtige Reiseversicherungsschutz. Und hier stößt man als Betroffener schnell an die Versicherungsgrenzen. Das beginnt schon bei der Reiserücktrittsversicherung, die immer wieder die Zahlung verweigert, wenn eine Reise wegen eines Schubs storniert werden muss. Hier ist es sinnvoll, sich vor dem Versicherungsabschluss vom behandelnden Arzt eine Stabilität der Erkrankung attestieren zu lassen. Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung ist zumeist erfolglos, denn hier stehen in fast allen Fällen Gesundheitsfragen vor dem Vertragsabschluss. Mit MS wird man dann als „wirtschaftliches Risiko“ gelten und nicht versichert werden.

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