Restaurant – schlechter Service – hohe Rechnungen

Mal so richtig schön essen gehen; das wär’s. Gesagt, getan, nur um dann enttäuscht nach Hause zu gehen. Wehren Sie sich gegen schlechtes Essen, miesen Service und zu hoche Rechnungen.

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Mal richtig schön essen gehen, das ist für viele Menschen heute ein Luxus, den man sich nur ausnahmsweise mal gönnt. Vielleicht zum Geburtstag, dem Hochzeitstag oder der Gehaltserhöhung. Man reserviert einen Tisch, macht sich hübsch und freut sich auf gutes Essen. Und dann wird man vom Kellner übersehen. Wer endlich bestellt hat, wartet eine Ewigkeit auf kaltes Fleisch und fades Gemüse, um dann eine deutlich überhöhte Rechnung bezahlen zu müssen.


Ihr gutes Recht

Mit knurrendem Magen stundenlang aufs Essen warten. Das kann zwar passieren, muss sich der Gast aber nicht klaglos gefallen lassen. Wer länger als 30 Minuten wartet kann den Rechnungsbetrag um 30 Prozent kürzen. So entschied das Landgericht Karlsruhe 1993 (Az.: 1 S 196/92). Wer vor lauter Hunger gar wo anders – zwar vergleichbar – aber teurer isst, kann sich sogar die preisliche Differenz vom Schlafmützen-Restaurant auszahlen lassen. Auch mieses oder falsches Essen muss niemand schlucken. Eine Beschwerde ist immer drin. Dann ist der Wirt verpflichtet, dass Gericht nachzubessern oder umzutauschen. Ist der Gastronom dazu nicht bereit, kann der Gast darauf bestehen, nur den Einkaufspreis der Ware zu bezahlen oder aber das Gericht unbezahlt zurückgehen lassen. In einem hochpreisigen Restaurant muss man sich auch nicht schlecht behandeln lassen. Respektloser Service kann ebenfalls durch eine Rechnungsminderung von Seiten des Gastes bestraft werden.

Das darf der Wirt

Aber auch für den Gast gelten Regeln. So könnte der Wirt zum Beispiel Schadensersatz fordern, wenn eine Reservierung nicht eingehalten wird oder der Gast zwar kommt, aber nichts isst oder trinkt. Und auch ein Recht auf die Gerichte der Speisekarte gibt es nicht. Sie gelten als unverbindliche Angebote. Wenn der Wirt kein Rind mehr hat, hat er es eben nicht, man muss sich was anderes aussuchen. Und noch ein Tipp: Wer zahlen will, aber von den Servicekräften wie Luft behandelt wird, sollte nicht einfach gehen. Er begeht Zechprellerei. Besser ist es dann, zumindest Name und Adresse auf dem Tisch zu hinterlassen. Die sicherste Variante ist es, an der Theke zu bezahlen. Dabei kann man ja auch seinem Unmut Luft machen.

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