Rentner Direktversicherung Auszahlung erleben böse Überraschung

Ein Leben lang gespart und als Rentner zusätzlich zur gesetzlichen Rente eine Direktversicherung aus der betrieblichen Altersvorsorge ausbezahlt bekommen hört sich gut an, doch die böse Überraschung kommt wenn der Rentner erfährt was er an Krankenversicherung und Pflegeversicherungsbeiträgen nachzahlen muss.

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Es ist schon bitter für viele Rentner die jahrelang mit einer betrieblichen Altersversorgung, meist eine Direktversicherung, vorgesorgt haben und nun bei der Auszahlung mitbekommen dass sie einen großen Betrag für Kranken- und Pflegeversicherung abzweigen müssen. Diese Regelung gibt es seit dem Jahr 2004 und viele Rentner erfahren die böse Überraschung oft erst mit der Auszahlung der Direktversicherung.
Dabei trifft es jede Direktversicherung, egal ob diese als Rente ausbezahlt wird oder in einer Summe. Der Rentner muss mit etwa 17 Prozent weniger an Geld rechnen, wird die Ablaufleistung in einer Summe ausbezahlt kann der Betrag zur Kranken- und Pflegeversicherung über 10 Jahre gestreckt werden aber er muss bezahlt werden.

Viele sind betroffen

In verschiedenen Medien ist zu lesen dass es rund 6 Millionen Rentner trifft, die auch oft ziemlich sauer sind, denn die neue Regelung gibt es wie gesagt erst seit dem Jahr 2004 und war den Rentnern bei Abschluss der Direktversicherung deshalb auch nicht bekannt.

Privat Versicherte zahlen nichts

Wer allerdings in ein er privaten Krankenversicherung versichert ist, kann sich freuen denn es trifft nur die Rentner, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Für Rentner die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert sind könnte sich unter Umständen deshalb sogar ein Wechsel in die private Krankenversicherung lohnen, sofern sie versicherbar sind. Dies sollte aber immer im Einzelfall geklärt werden und ist beileibe keine Empfehlung.

Ungerecht

Wer durch Arbeitslosigkeit oder durch einen Wechsel des Jobs die Direktversicherung privat weiter geführt hat muss nach momentaner Lage trotzdem die vollen Krankenversicherung und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen und selbst dann wenn die private und betriebliche Zeit getrennt berechnet wird muss der volle Beitrag bezahlt werden. Auch wenn dies in höchstem Maß ungerecht ist, sieht es momentan danach aus dass es dabei bleibt.

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6 thoughts on “Rentner Direktversicherung Auszahlung erleben böse Überraschung

  1. Kommentar Autor
    Margrid Greve
    Ein Kommentar

    Hallo,
    auch ich hatteeine DV abgeschlossen als Gehaltsumwandlung . Vom AG habe ich aber nichts dazu bekommen. Ich habe gewollt
    aus monatlichen Bezügen die Beiträge gezahlt. Somit habe ich Beiträge zur KV, PV, AV und RV 12 Jahre bezahlt.
    Im Dez. o7 habe ich die DV ausgezahlt bekommen und muß nun nochmal KV und PV in voller Höhe bezahlen. Ich empfinde dies als reine Abzocke. Einerseits soll man vorsorgen und dann das. Ich weiß nicht ob man sich wehren kann. Wer weiß mehr ?

  2. Kommentar Autor
    E.Menzer
    Ein Kommentar

    Zum 1.1.1998 habe ich eine Direktversicherung über meine damalige Firma abgeschlossen.Ende 2006 wurde ich arbeitslos zahle diese Versicherung weiter, habe aber inzwischen erfahren, dass ich bei Auszahlung 2018 Kankenversicherung auf die gesamte Summe zahlen muß. Wie soll ich mich nun verhalten um dieses gesparte Summe nicht letztendlich der Krankenkasse in den Rachen zu werfen.

  3. Kommentar Autor
    uwe
    Ein Kommentar

    Hallo, man wird wohl nicht drum rumkommen diese Beiträge zu zahlen, es könnte sich zwar noch etwas ändern bis zu diesem Zeitpunkt aber es ist kaum vorstellbar dass es zugunsten der Versicherungsnehmer sein wird.

    gruß

  4. Kommentar Autor
    Eberhard Drews
    Ein Kommentar

    Eine Unverschämtheit! Da soll für das Alter vorgesorgt werden und dann das. Bei Abschluß dieser Versicherung war das noch nicht so.Wäre dasw beim Abschluß der Versicherung schon bekannt gewesen, hätte man das Geld woanders angelegt (…) Hinzu kommt, daß bei Auszahlung der Versicherungssumme der bei Abschluß prognostizierte Endauszahlungsbetrag um ca.40 % niedriger war. Wie soll ger Bürger diesem Staat noch vertrauen können.Wie soll man sich da verhalten? Mein Kontakt: Fotos@atoll.vpweb.de
    —Hardy

  5. Kommentar Autor
    G.Niermann
    Ein Kommentar

    Auch ich bin leider davon betroffen. Habe die Direktversicherung ausgezahlt bekommen und soll nun die 17,1 % auf die Auszahlungssumme in 10 Jahren bezahlen. Dafür habe ich nicht 25 Jahre gespart zumal die prognostizierten Summen bei weitem nicht realisiert haben.
    Ich suche nun nach Lücken um diese Summe zumindest zu reduzieren.
    Von den 25 Jahren war ich bei Abschluß des Vertrages privat krankenversichert, da ich über der Beitragsbemssungsgrenze lag, und das für 5,5 Jahre. Dann hat die Firma die Geschäftstätigkeit aufgegeben und ich war dann erst mal arbeitslos, habe aber die Beiträge privat weiterbezahlt. Danach habe ich dann wieder eine Beschäftigung gehabt mit gesetzlicher Krankenversicherungspflicht. Das Prozedere hat sich dann noch zweimal wiederholt.
    Es ist zu lesen, das man, wenn man privat krankenversichert war, diese Beiträge nicht zahlen muß. Ist das so ?? Wenn ja, wo kann man das nachlesen oder wer kann mir dazu etwas sagen.
    -Gabi

  6. Kommentar Autor
    Gerd Maier
    Ein Kommentar

    Guten Tag,auch ich bin betroffen und zahle als Rentner monatl. KV für meine ausbezahlte Direktversicherung.- Da es 6 Mio. Betroffene gibt , muß sich doch hier eine starke Lobby bilden können , um diese schreiende Ungerechtigkeit gerichtlich rückgängig machen zu können !! – Oder gibt es da schon entsprechende Interessenvertreter ?

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