Rentenanspruch nach 45 Beitragsjahren

Die Altersgrenze für die Rente wird schrittweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Wie ist das mit dem Rentenanspruch nach 45 Beitragsjahren?

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Durch die neuen gesetzlichen Regelungen zur Rentenversicherung, ändert sich die Altersgrenze für den Renteneintritt je nach Geburtsjahr. Ist es aber dennoch möglich nach 45 Beitragsjahren ohne weitere Abschläge von der Rentenzahlung in den Ruhestand zu gehen?

Abschläge sind möglich

Hat man als gesetzlich Rentenversicherter 45 Beitragsjahre erreicht, so steht einem grundsätzlich der Anspruch auf Rentenzahlungen zu, jedoch muss auch gleichzeitig das 65. Lebensjahr erreicht haben, um keine Abschläge in Kauf nehmen zu müssen. Hat man nur die 45 Beitragsjahre vollendet, ist aber noch keine 65 Jahre alt, ist mit einer verminderten Rentenzahlung zu rechnen, wenn man zu diesem Zeitpunkt in den Ruhestand gehen möchte.

Frührente nur mit Rentenabschlag

Frührentner müssen immer einen Rentenabschlag in Kauf nehmen, da sie weniger Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung geleistet haben und vermutlich mehr Auszahlungen erfolgen werden. Möchte man also vorzeitig in den Ruhestand gehen, so muss man mit einem Rentenabschlag von 0,3 Prozent für jeden Monat, der früher beansprucht wird, rechnen. Dies bedeutet bei einem Jahr früherem Ruhestand einen Abschlag von 3,6 Prozent. Und diese nicht nur bis zum Eintritt des regulären Rentenalters, sondern lebenslang.

Unterschied zwischen Versicherungsjahren und Beitragsjahren

Als Beitragsjahre bezeichnet man die Zeiten, in denen man Beiträge in die Rentenkasse gezahlt hat, wodurch sie die Berechnung der späteren Rente erhöht. Mütter erhalten für die Kinderzeiten Beiträge vom Staat als Guthaben und Zeiten von Krankheit oder Arbeitslosenzeiten werden ebenfalls hinzugerechnet.

Versicherungsjahre hingegen sind die Jahre, in denen man überhaupt Mitglied der gesetzlichen Rentenversicherung ist. Also auch die Schul- und Ausbildungsjahre. Der Unterschied zu den Beitragsjahren ist jedoch, dass diese Zeiten, da keine Einzahlungen getätigt wurden, auch nicht die Rentenzahlung erhöhen.

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