Rente erst ab 70 – Renteneintrittsalter verlängert

Wir alle arbeiten ein Leben lang, um dann hoffentlich die Rentenzeit noch so richtig genießen zu können. Das Renteneintrittsalter aber verlängert sich immer mehr. Nach Wunsch der EU sollte die Rente erst ab 70 Jahren bewilligt werden.

Wir buckeln uns krumm. Jeden morgen aufs Neue schwingen wir uns auf die müden Beine und starten in einen weiteren Arbeitstag. Kein Wunder freut man sich irgendwann nicht mehr nur auf den täglichen Feierabend, sondern auch auf die Zeit in der man Job Job sein lassen kann – die Rentenzeit. Je nach EU-Land variiert das so genannte Renteneintrittsalter zwischen 60 und in Deutschland derzeit 65 ab 2012 67 Jahren. Jetzt schockt die EU mit einem neuen Plan.

Keiner will so lange warten

Sie will EU-weit das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre erhöhen. Dabei kommt es jetzt schon teuer, wenn man auf den Ruhestand nicht so lange warten will, wie man muss. Wer früher in den Genuss der Altersfreizeit kommen möchte, muss mit beträchtlichen Einbußen rechnen. Betroffen davon sind viele Deutsche. Denn wie eine Umfrage zeigt, wünschen sich 82 Prozent der Bürger schon mit 60 Jahren den Stift hinzulegen und die Bürotür hinter sich dauerhaft zu schließen. Pro Monat, den man den Ruhestand früher feiern will, muss man einen Rentenabschlag von 0,3 Prozent hinnehmen.

Varianten berechnen
Deshalb ist es so wichtig privat vorzusorgen. Hier gilt es jetzt aber: Augen auf, beim Investitionskauf. Denn die meisten Sparer haben ihre privaten Renten- und Vorsorgeversicherungen auf ein Rentenalter von 65 Jahren ausgerichtet. In diesem Fall kann es dann zu finanziellen Einbußen kommen, wenn man länger arbeitet. Wer z. B. zwei Jahre länger schuftet (also bis 67) kann dann häufig das Vorsorgepaket nicht mehr anpassen und verschenkt so Beitragszahlungen für zwei Jahre und entsprechende Zinseinnahmen. Umso wichtiger ist es also, sich umfangreich beraten zu lassen und verschiedene Varianten des Renteneintrittsalters berechnen zu lassen.