Reits (Real Estate Investment Trusts) Immobilien Aktien Konkurrenz für offene Immobilienfonds

2,1 Milliarden wurden allein im März 2006 aus offenen Immobilienfonds abgezogen

Die offenen Immobilienfonds dürften nächstes Jahr durch die Einführung der Immobilien Aktien Reits, starke Konkurrenz bekommen.

Stefan Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz sagte das diese jederzeit handelbare Aktien die Totengräber der offenen Immobilienfonds werden könnten.

Reits haben im Gegensatz zu den renditeschwachen offenen Immobilienfonds nicht den Systemfehler, dass mit kurzfristigem Kapital besonders langfristige Anlagen finanziert werde.

Zumal die offenen Immobilienfonds momentan mit ihrem ramponierten Ruf zu kämpfen haben. Die gestern veröffentlichten Zahlen des Fondsverbandes BVI belegten dass seit Jahresbeginn insgesamt 7,5 Milliarden abgezogen worden sind. Dies sind 10 Prozent des gesamten Fondsvermögens.

Durch die Schließung des Grundbesitz Invest und 2 weiterer offener Immobilienfonds, ausgelöst von Großanlegern die große Geldsummen wegen drohender Wertberechtigungen abzogen ist diese Krise entstanden.

Allein im März 2006 flossen 2,1 Milliarden aus offenen Immobilienfonds, wobei aus dem Grundbesitz Invest der DB Real Estate allein 1,3 Milliarden seit der Wiedereröffnung abgezogen worden sind.

Um verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen hat der BVI Ende Januar ein Regelwerk vorgestellt, das mehr Transparenz schaffen und eine bessere Liquiditätssteuerung ermöglichen soll. Nach Angaben des BVI haben inzwischen alle 18 Anbieter offener Immobilienfonds das Regelwerk unterschrieben.

Stefan Loipfinger geht dies nicht weit genug, da nach seiner Meinung die geplante 1 jährige Kündigungsfrist für Großanleger nichts bringe, da sie leicht zu umgehen sei.